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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Älterwerden als Pop-Revue: „Es wird ganz viel gelogen“
Kultur

Älterwerden als Pop-Revue: „Es wird ganz viel gelogen“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 10. Juli 2025 08:49
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Das Dach muss dringend repariert werden, aber die schmale Rente reicht dafür nicht. Nur rund 5.000 Euro hat die Hausfrau angespart, und selbst an die kommt sie nicht ran, irgendein Anlageberater hat sie übers Ohr gehauen. Altersarmut gehört nicht gerade zu den Standardthemen im Boulevardtheater, die Revue „Himmlische Zeiten“ an der Komödie im Bayerischen Hof in München (Regie Katja Wolff) macht da eine Ausnahme.

Inhaltsübersicht
Ursula Berlinghof: „Ich kann im ICE wohnen“„Es ändert sich gerade was“„Wow, jetzt geht’s los“

Vier Frauen treffen sich in einer teuren Privatklinik und versuchen höchst unterschiedlich, mit dem Älterwerden klar zu kommen. Ursula Berlinghof spielt dabei die Hausfrau, die auf einen Besuch vorbeischaut und nicht mehr weiß, wie sie finanziell über die Runden kommen soll: „Also ich glaube, es wird auf die Frage: ‚Wie geht’s dir denn, seit du in Rente bist?‘ ganz viel gelogen wird. ‚Prima‘? Ich glaube, dass das oft gelogen ist. Die Beziehungen müssen neu verhandelt werden, es muss ein neuer Sinn im Leben gefunden werden, das ist alles nicht einfach.“

Ursula Berlinghof: „Ich kann im ICE wohnen“

Gerade Schauspielerinnen klagen seit langem darüber, dass sie schon ab vierzig deutlich weniger Rollenangebote bekommen. Vor allem bei Film und Fernsehen verwechseln sie attraktive gern mit jugendlichen Gesichtern, zielen auch auf jüngere Zuschauer.

Ursula Berlinghof sieht sich selbst als glückliche Ausnahme: „Mir geht es tatsächlich beruflich besser als vor zwanzig Jahren. Das hat aber auch damit zu tun, dass mir meine Familie nicht mehr im Weg steht. Meine Tochter ist aus dem Haus und ich bin nicht mehr verheiratet und kann machen, was ich will, wo ich will. Ich kann im ICE wohnen, das ist alles gar kein Problem mehr.“

Trotzdem sind Fernsehangebote rar, denn wer auf der Bühne steht, muss seine Auftrittstage natürlich zumindest teilweise freihalten von Dreharbeiten, das ist mancher TV-Produktion zu kompliziert.

„Himmlische Zeiten“ (neben Berlinghof aktuell besetzt mit Bianca Karsten, Bianca Spiegel und Heike Jonca) ist der letzte Teil einer Trilogie, die sich mit dem Älterwerden beschäftigt, zur Weihnachtszeit ist ein Special („Weiße Zeiten“) in Vorbereitung. Die Resonanz ist groß, das Publikum will also offenbar mehr als immer nur mit Dreiecksbeziehungen abgespeist werden. Demenz und Einsamkeit werden von kommerziellen Bühnen dagegen höchst selten thematisiert.

„Es ändert sich gerade was“

„Das liegt aber daran, dass im Boulevardtheater alte Menschen sowieso nicht vorkommen“, so die Schauspielerin: „Das zwanghafte Jung-, Dünn- und Blondsein, verhindert natürlich die Beschäftigung mit anderen Themen. Ich bin sicher, dass sich daran gerade was ändert. Es schwappen aus Frankreich, speziell aus Frankreich, boulevardeske Stücke nach Deutschland, die das unter einen Hut kriegen.“

Berlinghof nennt als Beispiele die Filme „Ziemlich beste Freunde“ und „Monsieur Claude und seine Töchter“, wo es um die Überwindung von Vorurteilen und Rassismus geht. In der Komödie im Bayerischen Hof hatten sie mit einigen französischen Boulevardstücken ebenfalls viel Glück, zuletzt mit „Nein zum Geld“, wo Reichtum hinterfragt wurde.

„Wow, jetzt geht’s los“

Das Frauenbild in der Unterhaltungsbranche habe 2013 eine Netflix-Serie deutlich verändert, so Ursula Berlinghof: „Ein absoluter Gamechanger in der Frauendarstellung war die Gefängnisserie ‚Orange is the New Black‘ (2013 – 2019). Das war eine Art der Frauendarstellung, wo man dachte, wow, jetzt geht’s los, jetzt wird anders über Frauen erzählt. Es werden andere Frauen besetzt. Sie sind alle ungeschminkt, weil es im Gefängnis spielt. Generell glaube ich, dass es im Theater ein bisschen einfacher ist zu altern, als vor der Kamera.“

Auf der Bühne spielt Berlinghof in einer deutsch-türkischen Lebensgeschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckt, sogar noch eine 25-jährige. Im Fernsehen wäre das undenkbar, da müssten sich diese Rolle vermutlich zwei oder drei Schauspielerinnen aus unterschiedlichen Generationen teilen. Ob das wahrhaftiger und fesselnder wäre, sei dahingestellt. Insgesamt ein so beschwingter wie nachdenklicher Abend in der Komödie im Bayerischen Hof – und die Einsicht, dass teure chirurgische Eingriffe nun wirklich nicht die Probleme des Älterwerdens lösen können. Gute Stimmung und Zuversicht dagegen schon!

„Himmlische Zeiten“, bis 10. August in der Komödie im Bayerischen Hof in München.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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