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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Ciao Papa“: Bewegender Abschied von Papst Franziskus in Rom
Kultur

„Ciao Papa“: Bewegender Abschied von Papst Franziskus in Rom

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 28. April 2025 09:48
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Die Welt hat Abschied von Papst Franziskus genommen. Der gebürtige Argentinier, der mehr als zwölf Jahre lang die katholische Kirche führte, wurde in seiner Lieblingsbasilika in Rom, der Marienkirche Santa Maria Maggiore, beigesetzt. Auf seinem schlichten Grab steht nur sein lateinischer Name: Franciscus. Mehr nicht.

Inhaltsübersicht
Kardinal über Franziskus: „Er hat die Herzen berührt“Etliche Straßen gesperrt – rund 10.000 EinsatzkräfteSarg auf Papamobil gelegtAuch Obdachlose bei Begräbnis dabeiIm Video: Abschied von Papst Franziskus

Zuvor hatte auf dem Petersplatz eine bewegende Trauerfeier stattgefunden, an der Staatsgäste aus aller Welt und rund eine Viertelmillion weitere Teilnehmer teilnahmen. Weltweit Millionen verfolgten die Feier an TV-Bildschirmen. Am Ende wurde der Sarg noch einmal leicht aufgerichtet, damit der Pontifex nach liturgischem Ritus ein letztes Mal auf seine Stadt blicken konnte. Es folgte Applaus – und auch manche Träne. „Ciao Papa“ wurde gerufen. Auf Italienisch bedeutet „papa“ auch Papst.

Kardinal über Franziskus: „Er hat die Herzen berührt“

Den anschließenden Trauerzug über sechs Kilometer durch die Straßen von Rom verfolgten rund 150.000 Menschen. Leute drängten sich an den Bürgersteigen und den Fenstern neben der Straße. So etwas hatte die italienische Hauptstadt seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr gesehen.

Kardinal Giovanni Battista Re, der das etwas mehr als zwei Stunden lange Requiem auf dem Petersplatz leitete, predigte: „Er hat die Herzen berührt.“

Neben der Polit-Prominenz, Monarchen, mehr als 200 Kardinälen und gut 4.000 anderen Geistlichen versammelten sich rund 250.000 Menschen dicht gedrängt auf dem Vorplatz der mächtigen Basilika und in den umliegenden Straßen. Bereits vor Beginn der Messe war er voll. Die ersten Trauergäste wurden gegen 5.30 Uhr auf den Petersplatz gelassen.

Etliche Straßen gesperrt – rund 10.000 Einsatzkräfte

Als einen Papst mit „großer menschlicher Wärme und zutiefst empfindsam“, beschrieb Kardinal Re den Verstorbenen. Der Kirchenmann erzählte vom Wirken Franziskus‘, von dessen Einsatz für die Armen und Schwachen, für den Frieden sowie gegen Ungerechtigkeit und Krieg.

Etliche Straßen waren gesperrt. Rund 10.000 Einsatzkräfte wurden aufgeboten, um einen reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung zu gewährleisten. Über der Stadt kreisten Helikopter. Das gesamte Gebiet rund um den Vatikan wurde strengstens bewacht. Scharfschützen, Hundestaffeln, Patrouillen auf dem Fluss Tiber, Polizisten und Soldaten mit Anti-Drohnen-Technologie und andere Spezialeinheiten waren im Einsatz. Das italienische Heer war zudem mit Kampfjets in Bereitschaft.

Sarg auf Papamobil gelegt

Das Requiem wurde bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen abgehalten. Als der Petersplatz voll war, reihten sich die Leute auch in der zum Dom führenden Via della Conciliazione auf. Auf der etwa 500 Meter langen Prachtstraße und bis hin zur Engelsburg am Tiber verfolgten sie über riesige Monitore die Trauerfeier. An mehreren Orten der Stadt waren Leinwände aufgebaut.

Sehr viele eigens eingesetzte Sanitäter sorgten dafür, dass Menschen geholfen wurde, die zu lange in der Sonne standen oder denen schlecht wurde.

Danach wurde der Sarg des Papstes auf ein offenes Papamobil gelegt, das Franziskus auf seine letzte irdische Reise brachte. Auf den abgesperrten Straßen fuhr der Konvoi zunächst über den Tiber, dann durch das historische Zentrum Roms, über die Piazza Venezia, vorbei am Forum Romanum und dem wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, dem Kolosseum.

Auch Obdachlose bei Begräbnis dabei

Einen solchen Trauerzug hat auch die Ewige Stadt schon lange nicht mehr gesehen. Als erster Papst seit mehr als 120 Jahren wird Franziskus nicht im Petersdom in den vatikanischen Grotten begraben, wie noch seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Nur sieben seiner Vorgänger liegen in Santa Maria Maggiore, zuletzt wurde Clemens IX. dort beigesetzt – im Jahr 1669.

Auf Wunsch des Papstes waren auch einige Obdachlose dabei, die sich von Franziskus verabschieden konnten. Sie warteten auf den Stufen zur Basilika mit weißen Rosen auf den Sarg. Der Pontifex, der am 17. Dezember 1936 als Jorge Mario Bergoglio in Buenos Aires geboren wurde, hatte sich stets auch für die Ärmsten eingesetzt.

Im Video: Abschied von Papst Franziskus

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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