WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Das Einfamilienhaus: Lebenstraum unter Beschuss
    24. Juli 2026
    Verbraucherstimmung bleibt im Keller
    24. Juli 2026
    Neue Zölle der US-Regierung in Kraft getreten
    24. Juli 2026
    Höhere Beiträge: Kassen wollen auch ohne Pflicht informieren
    24. Juli 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    KI übersetzt Instagram-Reels: Cooles Feature mit Nebenwirkungen
    24. Juli 2026
    PDFs, iPad, Auto: Whatsapp bekommt neue Funktionen
    24. Juli 2026
    EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google
    23. Juli 2026
    KI made in München: Darum feiert die KI-Szene das Modell Soofi S
    21. Juli 2026
    Grenzen der KI: Warum Chatbots an Kalendertagen scheitern
    20. Juli 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Pharaonentöchter waren im alten Ägypten muskulöse Prinzessinnen
    25. Juli 2026
    El Niño 2026: Droht uns die Klimakatastrophe des Jahrhunderts?
    25. Juli 2026
    Forensische Archäologie: Spurensuche in der Erde
    24. Juli 2026
    Usutu-Virus wohl Ursache für tote Amseln in München
    24. Juli 2026
    El Niño 2026: Droht uns die Klimakatastrophe des Jahrhunderts?
    24. Juli 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Überraschung: Malerei von Joachim Ringelnatz im Buchheim Museum
    26. Juli 2026
    Belastete Geschichte: Das sagt Friedman zu Wagner-Festspielen
    26. Juli 2026
    Neun Jahre „Blitz“: Wie der Club die Techno-Szene geprägt hat
    26. Juli 2026
    Warum der Tod des Musikers Oliver Tree weltweit berührt
    25. Juli 2026
    Hitzetaugliche Mode: Warum tragen Männer keine Röcke?
    25. Juli 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Michel Friedman in Bayreuth: „Braune Erde unter Grünem Hügel“
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Michel Friedman in Bayreuth: „Braune Erde unter Grünem Hügel“
Kultur

Michel Friedman in Bayreuth: „Braune Erde unter Grünem Hügel“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 26. Juli 2026 14:46
Von Uta Schröder
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

„Irgendwas ist hier noch nicht in Ordnung“, so der Publizist Michel Friedman in seiner Rede im Bayreuther Festspielhaus über den Antisemitismus von Richard Wagner und die „Verdrängung“ der zwiespältigen Geschichte der Festspiele: „An diesem Wochenende beginnt es, das neue Bayreuth, die neue Ordnung des Aufarbeitens, des Ausgrabens, des Sprechens über den Komponisten, über die Familiengeschichte – und den Missbrauch von Musik in aller Klarheit öffentlich zu machen.“

Inhaltsübersicht
„Ambivalentes, störendes Gefühl“Weimer: „Gut, dass über die Wunde gesprochen wurde“Blume: „Kultur des Verdrängens ersetzen durch Kultur des Erinnerns“„Teilweise zu Tränen gerührt“

Friedman erinnerte daran, dass bei der Wiedergründung der Festspiele im Jahr 1951 politische Diskussionen seitens der Familie ausdrücklich unerwünscht gewesen seien, nach dem Motto „Hier gilt’s der Kunst“, einem Zitat aus den „Meistersingern von Nürnberg“: „Wie liebevoll vom Grünen Hügel gesprochen wird, in der Hoffnung, dass man die braune Erde darunter nicht sieht.“

„Ambivalentes, störendes Gefühl“

Selbstverständlich dürfe sich jeder auf die Festspielsaison freuen, so Friedman, doch dass in den Nachkriegs-Jahrzehnten, als die NS-Generation noch lebte, am Roten Teppich niemals danach gefragt worden sei, wie sich die Gäste „auf diesem Grundstück“ fühlten, empfinde er als „bemerkenswertes Verdrängen“. Er persönlich habe bei seinem ersten Auftritt zur Festspieleröffnung jedenfalls ein „ambivalentes, ein störendes Gefühl“ gehabt.

Friedman sprach auf der Bayreuther Festspielbühne, auf der schwarz gekleidete Musiker stehend Wagners „Siegfried-Idyll“ und ein Bläserquintett von Pavel Haas spielten, einem tschechisch-deutschen Komponisten, der 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Im Hintergrund war nur das Wort „Antisemitismus“ zu lesen.

Weimer: „Gut, dass über die Wunde gesprochen wurde“

Bundeskulturstaatsminister Wolfram Weimer sagte dem BR im Anschluss: „Es war eine wichtige und große Rede. Michel Friedman hat den Finger in eine Wunde gelegt, die einfach da ist. Und es ist gut, dass über diese Wunde gesprochen wird, und er hat von einer neuen Etappe gesprochen, die jetzt beginnt. Ja, ich sehe das auch so und es ist gut, dass wir diese Etappe nun miteinander beginnen.“

Eine „neue Ära“ auszurufen hielt Weimer allerdings für „übertrieben“: „Das ist vielleicht auch ungerecht gegenüber denjenigen, die in den vergangenen Jahrzehnten schon auch Erinnerungsarbeit geleistet haben. Da darf man auch nicht so tun, als hätte es das nicht gegeben. Aber es hat jetzt eine andere Qualität des Bewusstseins und des Bewusstmachens, und das hat Katharina Wagner bewusst auch so angelegt, und mir gefällt das, ich finde das richtig und freue mich, dass dieser Weg nun beschritten wird.“

Blume: „Kultur des Verdrängens ersetzen durch Kultur des Erinnerns“

Bayerns Kunstminister Markus Blume sprach von einem „extrem wichtigen Vormittag mit einer wahnsinnig starken Rede“, die „intellektuell brillant“ gewesen sei: „Durchaus abgewogen, ohne übertriebene Härte, deutlich machend, dass wir dringend, und zwar in der gesamten Bundesrepublik genauso wie hier auf dem Grünen Hügel in Bayreuth, eine Kultur des Verdrängens ersetzen müssen durch eine Kultur des Erinnerns.“

Es sei „ehrlicherweise auch ein Mahnruf“ gewesen, die Demokratie nicht als selbstverständlich zu nehmen und sich „entspannt zurückzulehnen“: „Es war ein Einfordern an uns alle, jeden Tag entschieden für diese demokratische Resilienz auch einzutreten.“

„Teilweise zu Tränen gerührt“

Die „neue Haltung, dieser neue Umgang, dieses neue Gesicht“ der Bayreuther Festspiele sei positiv zu bewerten: „Das tut den Festspielen gut, und wahrscheinlich ist es wirklich so, dass viel zu lange dieser Teil der Geschichte ausgeblendet wurde. Ja, es gab schon immer in den letzten Jahren Bemühungen, aber sie waren noch nie so öffentlichkeitswirksam, ohne dabei irgendwas zu verstecken und vom künstlerischen Werk von Richard Wagner wegzunehmen. Sich dieser Geschichte zu stellen, in dieser Art und Weise, wie das jetzt hier geschehen ist, fand ich beispielgebend und das Macht Mut für vieles andere bei uns im Land.“

Der Berliner Anwalt Peter Raue, der viele prominente Kulturschaffende vertritt, sagte zur Friedman-Rede: „Das hat mich teilweise zu Tränen gerührt, weil er so in die Mitte getroffen hat und gezeigt hat, dass wir gerade wieder an einem Punkt stehen, wo möglicherweise morgen die Faschisten wieder regieren. Die Aufforderung, dabei nicht zuzuschauen, sondern nein zu sagen, die war großartig.“

 

Dir gefällt vielleicht

Überraschung: Malerei von Joachim Ringelnatz im Buchheim Museum

Belastete Geschichte: Das sagt Friedman zu Wagner-Festspielen

Neun Jahre „Blitz“: Wie der Club die Techno-Szene geprägt hat

Warum der Tod des Musikers Oliver Tree weltweit berührt

Hitzetaugliche Mode: Warum tragen Männer keine Röcke?

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
Vorheriger Artikel Überraschung: Malerei von Joachim Ringelnatz im Buchheim Museum
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Überraschung: Malerei von Joachim Ringelnatz im Buchheim Museum
Kultur 26. Juli 2026
Belastete Geschichte: Das sagt Friedman zu Wagner-Festspielen
Kultur 26. Juli 2026
Neun Jahre „Blitz“: Wie der Club die Techno-Szene geprägt hat
Kultur 26. Juli 2026
Warum der Tod des Musikers Oliver Tree weltweit berührt
Kultur 25. Juli 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?