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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Usutu-Virus wohl Ursache für tote Amseln in München
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Usutu-Virus wohl Ursache für tote Amseln in München

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 24. Juli 2026 16:47
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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In München entdecken zurzeit einige Gartenbesitzer tote Amseln, die unter Bäumen liegen. Die Vögel weisen keinerlei Verletzungen auf. Die Ursache für den Tod der Singvögel ist offenbar das Usutu-Virus. Das infiziert vor allem Amseln und ist für Menschen ungefährlich. Der Landesbund für Vogelschutz gibt einige Tipps, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden.

Inhaltsübersicht
Usutu-Virus tödlich für Vögel, ungefährlich für den MenschenLBV bittet um Meldung toter TiereSüdwesten: Amselpopulation um 15 Prozent zurückgegangen

Usutu-Virus tödlich für Vögel, ungefährlich für den Menschen

Das Usutu-Virus wird von Stechmücken übertragen. Wildvögel sind laut Landesbund für Vogelschutz (LBV) der natürliche Wirt. Besonders betroffen von dem Virus sind Amseln. Wenn sie sich infizieren, sterben sie meist schon innerhalb weniger Tage.

Erkrankte Tiere sind apathisch oder zeigen Störungen wie Taumeln oder Verdrehen des Kopfes. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Es sei auch nicht zu befürchten, dass Usutu zu bedrohlichen Bestandsveränderungen in der Vogelwelt führe, so der LBV.

LBV bittet um Meldung toter Tiere

Der Landesbund für Vogelschutz rät Gartenbesitzer einige Punkte zu beachten: Vögel können zwar weiterhin – auch in betroffenen Regionen wie München – gefüttert werden. Wasserstellen, wie beispielsweise Vogeltränken, sollten aber ausgeleert werden. So können sich dort keine neuen Stechmücken entwickeln. Weil die übertragenden Mücken im Herbst sterben, treten Usutu-Infektionen nur im Sommerhalbjahr auf.

Der LBV bittet zudem darum, kranke oder verendete Tiere online zu melden. Und tote Vögel möglichst ans Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg zu senden. So könne zwar nicht direkt in die Seuchenentwicklung eingegriffen, aber ein Überblick über das Infektionsgeschehen behalten werden, heißt es.

Südwesten: Amselpopulation um 15 Prozent zurückgegangen

Laut LBV ist das Usutu-Virus ein tropisches Virus: Es wurde nach einem Fluss in Zwaziland im Senegal benannt und hat dort wohl auch seinen Ursprung. In Europa trat das Usutu-Virus nach rückblickenden Studien erstmals in den 90er-Jahren auf, 2001 wurde es in Österreich bei akuten Fällen nachgewiesen.

Das Usutu-Virus betrifft vor allem die Amsel. In den Hauptausbruchsgebieten im Südwesten Deutschlands sind ihre Bestände um etwa 15 Prozent zurückgegangen, lokal teils deutlich stärker. Andere Vogelarten zeigen laut Auswertungen von NABU (Naturschutzbund Deutschland), Bernhard-Nocht-Institut und Friedrich-Loeffler-Institut keine messbaren Bestandsverluste. Der Rückgang der Amsel soll die Population aber insgesamt nicht gefährden. Mit zunehmender Immunität in der Population wird laut LBV eine Erholung der Amsel- Bestände erwartet.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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