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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Trotz Gewinneinbruch: BMW-Chef Zipse „hoffnungsfroh“
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Trotz Gewinneinbruch: BMW-Chef Zipse „hoffnungsfroh“

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 14. März 2025 12:52
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Die Zeiten waren für die deutschen Autohersteller auch schon mal besser. Die anhaltende Kaufzurückhaltung am weltweit größten Automarkt China und die zahlreichen Handelskonflikte belasten die Konzerne.

Inhaltsübersicht
Zahlreiche Zölle belasten BMWEntspannung in Sicht?BMW setzt auf Elektroautos – trotz KaufzurückhaltungNeue E-Autos sollen effizienter und günstiger sein

Bei BMW haben ein großer Rückruf und die schwachen Verkäufe in China das Ergebnis verhagelt. So sank der Umsatz im vergangenen Jahr auf rund 142 Milliarden Euro. Der Gewinn brach um 37 Prozent ein. Auch für Anleger sieht es düster aus: Die Dividende soll deutlich gesenkt werden auf 4,32 Euro je Stammaktie. Im Vorjahr lag sie noch bei rund sechs Euro.

Zahlreiche Zölle belasten BMW

Den Autobauer treffen unter anderem die US-Strafzölle, die für Einfuhren aus Mexiko gelten, also auch für Fahrzeuge, die BMW in Mexiko baut und in die USA einführt. Hinzu kommen Strafzölle, die die USA für bestimmte Exporte nach China bezahlen müssen. Das trifft Autos, die BMW von seinem US-Werk aus nach China importiert. Und dann sind da noch die EU-Zölle für elektrische Autos aus China. Das trifft vor allem die BMW-Tochter Mini.

Entspannung in Sicht?

BMW-Chef Oliver Zipse geht davon aus, dass sich die Lage in den kommenden Monaten entspannt. Nicht alle Zölle, die heute da seien, werden bis Ende des Jahres noch da sein:

Zolldiskussion, Zollkriege, Zollstreitigkeiten schaden am Schluss allen. Wir bleiben weiterhin hoffnungsfroh, dass das bald alle merken werden, dass es in diesen Streitigkeiten keine Gewinner gibt.

Trotzdem hat BMW auf die Zölle reagiert und eine Rückstellung von einer Milliarde Euro gebildet. „Wir gehen da konservativ dran“, sagt Zipse.

BMW setzt auf Elektroautos – trotz Kaufzurückhaltung

Neben den ganzen geopolitischen Spannungen derzeit geht der Umbau hin zur Elektromobilität weiter. Bereits im vergangenen Jahr lag der Anteil reiner Elektroautos am Gesamtabsatz bei 17 Prozent. BMW hält an seinen Zielen fest, betont Zipse. Ab 2030 soll rund die Hälfte aller neu produzierten Autos rein elektrisch unterwegs sein, trotz der derzeitigen Kaufzurückhaltung hierzulande.

Um die Nachfrage wieder anzukurbeln, wird derzeit in der Politik diskutiert, die Pendlerpauschale anzuheben und neue Kaufprämien für reine E-Autos, BEVs abgekürzt (Battery Electric Vehicle), einzuführen. Von der BEV-Förderung hält Zipse aber nichts. Jede Form von Marktverzerrung, die irgendwann wieder beendet werden müsse, sei nicht richtig. Strukturelle und langfristige Regelungen wie die Pendlerpauschale oder Investitionen in die Lade-Infrastruktur gingen hingegen in die richtige Richtung.

Neue E-Autos sollen effizienter und günstiger sein

Mit großer Spannung werden von den Münchnern in diesem Jahr die Elektroautos der sogenannte Neuen Klasse erwartet. Das erste Serienmodell soll auf der Automesse IAA im September in München gezeigt werden. BMW-Chef Zipse verspricht, dass diese Autos nicht nur deutlich effizienter werden sollen, sondern auch preislich attraktiv. Was das allerdings konkret heißt, ließ er offen.

Insgesamt rechnet der Vorstand damit, dass die Fahrzeugverkäufe in diesem Jahr wieder leicht steigen werden. Das Ergebnis dürfte das Vorjahresniveau erreichen, so die jetzige Prognose.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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