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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Für die Insekten, für die Mitarbeiter: Biotope im Gewerbegebiet
Wissen

Für die Insekten, für die Mitarbeiter: Biotope im Gewerbegebiet

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 4. Juli 2024 06:57
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Kurzgeschorener Rasen und Thuja- oder Kirschlorbeerhecken: Das ist der Grünflächen-Standard im Gewerbegebiet. Die meisten Insektenarten finden hier weder Nahrung noch Brutplätze oder Unterschlupf im Winter. Doch wenn man weiß wie, dann kann man auch im Gewerbegebiet Biotope schaffen.

Inhaltsübersicht
Eine Blumenwiese reicht nichtErst kommen die Insekten, dann Vögel und EidechsenLebensraum auch für MitarbeiterIn der Kaffeepause Eidechsen beobachtenWeniger Aufwand als Rasen mähenArtenvielfalt im Gewerbegebiet hat SeltenheitswertViel Potenzial für Artenschutz im Gewerbegebiet

Eine Blumenwiese reicht nicht

Christof Wegner lenkt die Motorfräse durch den schweren Boden zwischen Straße und Lagerhalle. Dort, wo bis vor kurzem noch ein kurzgeschorener Rasen war, auf dem Gelände der Firma Sonatech in Ungerhausen im Unterallgäu, schafft der Garten- und Landschaftsbauer gerade Lebensräume. Die Sträucher wie Haselnuss und Wildstauden, Wollziest und Spornblume hat er schon gepflanzt. Er hat Totholz ausgebracht, einen Sandhaufen aufgeschüttet und eine nasse Mulde angelegt. Jetzt fehlt nur noch die Wildblumenwiese.

Erst kommen die Insekten, dann Vögel und Eidechsen

Auf den gefrästen Boden wird er Wildblumensaatgut säen und ihn anschließend mit Mähgut von einer artenreichen Wiese bedecken. Bald sollen hier Insekten alles finden, was sie zum Leben brauchen: Nahrung für sich und ihren Nachwuchs, Bruthöhlen und Baumaterial, einen Unterschlupf für den Winter und Wasser. Und die Insekten ziehen dann andere Tiere an, sagt Garten- und Landschaftsbauer Christof Wegner: „Wenn die Sträucher größer sind, werden sich hier auch wieder Vögel ansiedeln.“ Und Eidechsen oder Igel zum Beispiel.

Lebensraum auch für Mitarbeiter

Wolfgang Friedl, der Chef von Sonatech, engagiert sich schon seit längerem für die Umwelt. Vor allem für eine gute Klimabilanz: Die Fassade der Lagerhalle ist voll mit Photovoltaik-Modulen, alle Firmenfahrzeuge fahren mit Elektroantrieb. Und nun ist die Artenvielfalt dran. „Da war bislang bei uns eigentlich nicht viel“, räumt Wolfgang Friedl ein. Wie sich die Flächen entwickeln, das können die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen künftig in ihrer Mittagspause mitverfolgen. Denn am Rand des Biotops wird es auch Sitzgelegenheiten geben. „Und dann schauen wir mal, was alles kreucht und fleucht.“

In der Kaffeepause Eidechsen beobachten

Bei der TronikDsign in Betzigau kann die Belegschaft von der Firmenterrasse aus schon jetzt Eidechsen beobachten, erzählt Stefan Simon, einer der Chefs. Er selbst freut sich besonders über den Schwalbenschwanz, einen großen auffälligen Tagfalter, den er inzwischen manchmal auf seinem Gelände sieht. Bereits vor vier Jahren hat Gärtner Christof Wegner zusammen mit einem Kollegen hier Artenvielfalt aufs Gelände gebracht. Sogar auf dem Parkplatz summen viele Bienen.

Weniger Aufwand als Rasen mähen

Die Flächen müssen nur zwei Mal im Jahr gepflegt werden, der Aufwand sei geringer als bei einem Rasen, so Stefan Simon. Er hat inzwischen schon einige Unternehmer durch seine Außenanlagen geführt und viele davon haben seiner Aussage nach inzwischen auch Biotope auf ihren Betriebsflächen anlegen lassen. Doch am meisten freue ihn der Zuspruch der Betzigauer. „Die kommen auch teilweise und pflücken die Blumen oder fragen, ob sie was nehmen dürfen.“

Artenvielfalt im Gewerbegebiet hat Seltenheitswert

Der Blühpakt Bayern, eine Initiative des Umweltministeriums, versucht seit sechs Jahren Maßnahmen gegen das Insektensterben umzusetzen. Unter anderem auch zusammen mit Unternehmen. Im April hat Umweltminister Thorsten Glauber den 100. „Blühenden Betrieb“ ausgezeichnet. Bei insgesamt knapp 600.000 Unternehmen in Bayern gerade mal 100 blühende Betriebe. Das heißt, derzeit sind die naturfreundlichen Gewerbeflächen noch die absolute Ausnahme.

Viel Potenzial für Artenschutz im Gewerbegebiet

Dabei könnten Firmen-Grünflächen viel leisten, sagt Lydia Reimann, Biologin bei der Günztal-Stiftung: „in Siedlungsräumen ist die Artenvielfalt häufig noch viel höher ist als draußen in der freien Landschaft, weil es mehr Strukturen gibt“. Im Gewerbegebiet könne man ohne weiteres einheimische Hecken und Wildstauden pflanzen sowie zum Beispiel Randstreifen anlegen – Elemente, die in der freien Landschaft oft fehlen. Die Günztal-Stiftung will einen Biotopverbund von den Alpen bis zur Donau herstellen und unterstützt Firmen, die in ihrem Gebiet was für die Artenvielfalt tun wollen.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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