Über Island, dem Atlantik und dem Norden Spaniens ist am Mittwoch eine totale Sonnenfinsternis zu sehen: Der Neumond bedeckt für etwa zwei Minuten die Sonnenscheibe vollständig. Bei uns in Bayern ist nur eine Teilfinsternis zu sehen. Doch auch partielle Sonnenfinsternisse sind selten, und diesmal ist sie besonders groß: Fast 88 Prozent der Sonnenscheibe werden scheinbar vom Mond bedeckt, bis nur noch eine schmale Sonnensichel zu sehen ist.
Wann und wo die Sonnenfinsternis stattfindet
Um 19.23 Uhr beginnt die Sonnenfinsternis, ihren Höhepunkt hat die partielle Sonnenfinsternis um 20.16 Uhr. Dann hat sich der Mond mit 90 Prozent seines Durchmessers vor die Sonne geschoben. Sie brauchen einen Standort mit guter Sicht zu einem möglichst wolkenlosen Horizont, denn jetzt zum Höhepunkt befindet sich die Sonne nur noch einen Fingerbreit über dem Horizont.
Anschließend verlässt die Mondscheibe die Sonnenscheibe langsam wieder, nach links unten. Doch davon können wir nur noch den Anfang sehen: Wenn in München die Sonne um 20.32 Uhr untergeht, ist sie noch zum größten Teil bedeckt. Je weiter nördlich Sie sich befinden, umso länger können Sie die partielle Sonnenfinsternis beobachten.
Benutzen Sie unbedingt eine Sonnenfinsternis-Brille!
Ob Sonnenfinsternis oder andere Beobachtungen am Tage: Blicken Sie auf keinen Fall ungeschützt in die Sonne! Auch eine Sonnenbrille schützt Ihre Augen nicht genug. Sie können schwere Verletzungen davontragen – bis zur Erblindung. Benutzen Sie immer eine Sonnenfinsternis-Schutzbrille!
Sollten Sie die Sonne mit einem Teleskop oder Fernglas betrachten, brauchen Sie unbedingt spezielle Filter, da die Vergrößerung auch die Intensität der Strahlen verstärkt. Es genügt nicht, eine Schutzbrille vor die Linse zu halten!
Totale Sonnenfinsternis an manchen Orten Europas
Die Totalität dieser Sonnenfinsternis verpassen wir in Deutschland. Nur auf einem knapp 300 Kilometer breiten Streifen wandert der Kernschatten des Mondes über den Erdball: Von der Nordküste Sibiriens knapp am Nordpol vorbei über Island hinweg zieht er über den Atlantik an den britischen Inseln und Frankreich vorbei und biegt dann über den Norden Spaniens zum Mittelmeer ab.

