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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > „Stress und Panik“: Petition gegen unangekündigte Schultests
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„Stress und Panik“: Petition gegen unangekündigte Schultests

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 11. September 2024 06:49
Von Michael Farber
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5 min. Lesezeit
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„Guten Morgen, wir schreiben jetzt eine Ex, Schulbücher bitte weg, Stifte raus!“ Wer in Bayern zur Schule geht oder ging, dürfte das so oder ähnlich schon oft gehört haben. Unangekündigte schriftliche Tests (sogenannte Exen) gehören vielerorts zum bayerischen Schulalltag – genau wie das Abfragen eines Schulkinds vor der Klasse (eine sogenannte Rechenschaftsablage).

Inhaltsübersicht
„Sorgt bei vielen für Stress und Panik“Stolz will Leistungsnachweise genau anschauenFleischmann: Zeit für „ein neues Leistungsverständnis“Elternverband fordert „positive Fehlerkultur“Andere Möglichkeiten für kleine Leistungsnachweise

Eine Petition mit bislang 9.000 Unterschriften soll dafür sorgen, dass unangekündigte Leistungsnachweise im Freistaat bald Geschichte sind: „Schluss mit Abfragen und Exen!“ Gestartet wurde die Petition von der 17-jährigen Schülerin Amelie aus München. Unterstützung kommt von vielen Organisatoren und Experten – vom Forum Bildungspolitik in Bayern bis zur Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, vom Kabarettisten Max Uthoff bis zu Erziehungswissenschaftlern.

„Sorgt bei vielen für Stress und Panik“

Im Gespräch mit BR24 erläutert Amelie ihre Beweggründe. „Besonders das unangekündigte Abfragen vor der ganzen Klasse sorgt bei vielen für Stress und Panik“, sagt die 17-Jährige. Das Ergebnis sei eine ständige Alarmbereitschaft, gelernt werde nur fürs Kurzzeitgedächtnis. „Auf dem Pausenhof höre ich teils Fünftklässlerinnen, die sich fragen, ob heute wieder jemand ausgefragt wird.“ Zudem sei das Resultat letztlich Glückssache, „je nachdem, ob man gerade für dieses bestimmte Fach gelernt hat“.

Zwar gebe es schon einzelne Gymnasien in Bayern, die komplett auf Abfragen und unangekündigte Tests verzichten würden. „Aber einfacher wäre, das bayernweit gerecht zu machen – Abfragen und Exen könnte das Ministerium generell abschaffen.“ Es brauche Freude am Lernen, „ohne tagtäglich dem Druck von möglichen unangekündigten Tests ausgesetzt zu sein“.

Stolz will Leistungsnachweise genau anschauen

Tatsächlich könnte sich an Bayerns Schulen etwas ändern. Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) kündigte vor Beginn des neuen Schuljahrs an, die Zahl der Leistungsnachweise genau „unter die Lupe zu nehmen“. Sie wolle auch diskutieren, inwieweit die Nachweise angekündigt sein sollen. Einerseits wolle sie prüfen, wo sich Druck herausnehmen lasse, sagte Stolz. Andererseits sei das Ziel, Kinder für das Leben und die Arbeitswelt starkzumachen – wozu ein angemessener Umgang mit Druck gehöre.

Eine Sprecherin des Kultusministeriums stellt auf BR24-Anfrage klar: Bayerische Schulen müssen schon jetzt keine Stegreifaufgaben durchführen. Die Lehrkräfte hatten bei der Wahl der Leistungsnachweise bewusst einen pädagogischen Spielraum. „Auch eine Mindestzahl an kleinen Leistungsnachweisen ist in den Schulordnungen nicht vorgesehen.“

Fleischmann: Zeit für „ein neues Leistungsverständnis“

Die Kritik an unangekündigten Tests kommt nicht nur von Schülerinnen und Schülern. Auch Simone Fleischmann, Vorsitzende des Forums Bildungspolitik in Bayern, teilt die Kritik. „Es ist an der Zeit, dass wir über ein neues Leistungsverständnis in unseren Schulen sprechen“, betont Fleischmann.

Das einfache Abfragen von Wissen reiche nicht aus, Schule müsse jungen Menschen auch soziale und emotionale Kompetenzen an die Hand geben. „Diese lassen sich nicht durch Exen abfragen, sagt Fleischmann, die auch Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) ist.

Elternverband fordert „positive Fehlerkultur“

Der Bayerische Elternverband (BEV) unterstützt die Petition ebenfalls. „Studien belegen, dass Kinder, die unter Angst leiden, schlechter lernen“, erklärt der BEV in einer Mitteilung. Solange unangekündigte Tests mit Noten bewertet statt mit einem konstruktiven Feedback versehen würden, „wird eine positive Fehlerkultur an Schulen untergraben“.

Zurückhaltender äußert sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands, Michael Schwägerl. Er unterstützt zwar ein positiveres Lernklima, will aber unangekündigte Tests nicht verbieten. In einer Leistungsgesellschaft würden auch nach der Schule „unangekündigt Situationen entstehen, in denen ich Leistung bringen muss“, sagt Schwägerl auf BR24-Anfrage.

Andere Möglichkeiten für kleine Leistungsnachweise

Laut Amelie gibt es genügend Alternativen für angekündigte kleine Leistungsnachweise, etwa Projektarbeiten mit einer Präsentation oder Lerntagebücher. Auch „Gelingensnachweise“ seien denkbar: „Schüler*innen melden sich zu einem Thema an, wenn sie es beherrschen und zeigen, dass sie das Thema erfasst haben.“

Das Ziel solle nicht sein, dass am Ende eine Note erhoben werde, sagt die Schülerin. „Sondern, dass die Schüler*innen ein Feedback erhalten – und am Ende wissen, was sie gut machen und woran sie noch arbeiten können.“ Amelie will ihre Petition „in den nächsten Monaten“ in den Landtag einbringen, damit letztlich das Schulgesetz geändert wird.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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