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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Von der Straße ins Weltall: Brose produziert bald Satelliten
Wirtschaft

Von der Straße ins Weltall: Brose produziert bald Satelliten

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 18. November 2025 15:35
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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Brose plant den Einstieg in den Raumfahrt- und Satellitensektor am Standort Würzburg. Das teilen der Automobilzulieferer und das bayerische Wirtschaftsministerium heute mit.

Inhaltsübersicht
Brose plant Einstieg in Raumfahrt- und SatellitensektorBetriebsrat: „Starkes Signal für den Standort“Schließung des Werks in Würzburg stand zur DebatteBrose kooperiert mit Forschungseinrichtungen

Brose plant Einstieg in Raumfahrt- und Satellitensektor

Brose hat nach eigenen Angaben Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen geschlossen, um mittelfristig neben dem bisherigen Geschäft auch Kleinsatelliten und Schlüsselkomponenten für die Raumfahrttechnologie sowie elektrische Antriebssysteme zu entwickeln und in industrieller Serienfertigung herzustellen. Der Automobilzulieferer erhofft sich davon, den Standort Würzburg sichern zu können, an dem derzeit 1.400 Beschäftigte arbeiten.

Betriebsrat: „Starkes Signal für den Standort“

Norbert Zirnsak, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Würzburg, begrüßt diesen Schritt: „Die neuen Kooperationen sind ein Meilenstein für die Zukunft des Brose Standortes Würzburg.“ Yves Weinberger, Betriebsratsvorsitzender in Würzburg, spricht von einem „starken Signal für den Standort“. Allerdings sei der Raumfahrtsektor nur ein zweites Standbein und könnte nur einen kleinen Teil der bisherigen Belegschaft beschäftigen.

Schließung des Werks in Würzburg stand zur Debatte

Dennoch eine gute Nachricht, findet Weinberger, denn im Februar 2025 hatte Brose überraschend angekündigt, über eine Schließung des Werkes nachzudenken. Für die Beschäftigten kam das überraschend. Der Standort habe zuletzt Gewinne erwirtschaftet, betonten Gewerkschaft und Betriebsrat.

Nach einer Sitzung des Verwaltungsrates im Mai erklärte Brose dann: Das Unternehmen wolle das Werk weiterführen, sofern es mit Arbeitnehmern und öffentlicher Hand Einigungen gibt. Seitdem haben verschiedene Bundes- und Landespolitiker Hilfe signalisiert.

Brose kooperiert mit Forschungseinrichtungen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erhofft sich viel von dem Schritt. „Damit gewinnt der Raumfahrtstandort Würzburg weiter an Attraktivität und wird zu einem noch wichtigeren Baustein im bayerischen Raumfahrtökosystem“, wird Aiwanger in einer Mitteilung zitiert. In Würzburg fertigt das Zentrum für Telematik, in Zusammenarbeit mit der Universität, bereits seit mehreren Jahren Kleinsatelliten.

Aktuell wird bei Brose ein Ergänzungstarifvertrag verhandelt, in dem es um die Standortsicherung unabhängig von zukünftigen Produktionsverträgen geht. Weinberger ist optimistisch, dass alle Seiten zustimmen. Der Tarifvertrag solle bis Ende des Jahres geschlossen werden.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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