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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Teurer Schnee: Wie Skigebiete auf den Klimawandel reagieren
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Teurer Schnee: Wie Skigebiete auf den Klimawandel reagieren

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 20. Februar 2026 09:54
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Es ist kurz nach 9.00 Uhr morgens am Sammelplatz der Hausbergbahn im oberbayerischen Skigebiet Garmisch-Partenkirchen. Auf dem matschigen Parkplatz ziehen Familien trotz Regen ihre Ausrüstung an. Und hunderte Kinder stehen bereits in bunter Skikleidung und klobigen Skischuhen vor der Gondel.

Inhaltsübersicht
Deutscher Skiverband meldet: Zahl der Skikurse weiter stabilSchnee dank Schneekanonen – der Preis dafür ist hochKlimaforscher: Skifahren wird teurer

Deutscher Skiverband meldet: Zahl der Skikurse weiter stabil

Christian Pessl leitet die Skischule am Hausberg in Garmisch. Er lotst ein Kind nach dem anderen durch das Drehkreuz zum Lift. „Es ist schon einer der stärksten Tage der Saison“, sagt er. Es ist Rosenmontag und es sind Ferien in Bayern. Und viele der Kinder stehen heute zum ersten Mal auf Skiern.

Der Übungshang für Kinder lag früher weiter unten im Tal. Doch die Nullgradgrenze, also die Grenze, oberhalb der Minusgrade herrschen, steigt. Das zwingt die Skischule, ihre Kurse auf Pisten weiter oben am Berg zu verlegen. Eine Folge des Klimawandels, der die Winter in den Alpen spürbar verändert. Es regnet häufiger, während Schneefall – besonders in niederen und mittleren Lagen unter 1.500 Metern – abnimmt. Der Hausberg in Garmisch liegt mit ca. 1.300 Metern Höhe genau in diesem Bereich.

Schnee dank Schneekanonen – der Preis dafür ist hoch

Ohne technische Beschneiung wäre der durchgehende Skibetrieb hier – wie vielerorts in Bayern – kaum noch möglich. Allerdings haben Schneekanonen bekanntermaßen einen hohen Wasser- und Stromverbrauch. „Eigentlich ist es aus ökologischer Sicht nicht vertretbar oder zumindest sehr kritisch zu sehen“, meint eine Mutter, „aber unsere Kinder haben halt total Bock auf Skifahren.“

Wintersport bleibt beliebt. Skischulleiter Christian Pessl sagt, insgesamt kämen ähnlich viele Gäste wie früher, auch wenn diese kürzer blieben. Für die vergangene Saison meldet der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte sogar steigende Besucherzahlen. Und der Deutsche Skiverband (DSV) bestätigt: Die Nachfrage nach Skikursen sei stabil. Exakte Zahlen werden nicht erhoben, aber der Verband ist mit den Skischulen im Austausch, sagt Konstantin Lanzl vom DSV: „Die letzten Jahre merken wir wieder einen leichten Anstieg. Zu Corona haben viele Leute aufgehört, mit dem Skifahren. Doch einige fangen wieder an, auch gerne mal mit einem Skilehrer. Das merken auch die Skischulen bei uns vor Ort.“ Mittlerweile sei das Niveau wie vor der Pandemie wieder erreicht.

Klimaforscher: Skifahren wird teurer

Bislang ist die Nachfrage da. Die bayerischen Skigebiete versuchen mit der technischen Beschneiung, den Pistenbetrieb zu gewährleisten. Mit der Beschneiung gewinnen sie Zeit. Wie lange das noch funktioniert, hängt stark von der Höhe des einzelnen Skigebiets ab. Marc Olefs, Leiter der Abteilung Klimaforschung bei GeoSphere Austria, sagt: „Je nach Höhenlage kann ich auch am Ende des Jahrhunderts noch Skifahren – aber tendenziell in höheren Lagen und zu deutlich höheren Preisen.“

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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