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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > ESC-Vorentscheid: Münchner Bela will zum Eurovision Song Contest
Kultur

ESC-Vorentscheid: Münchner Bela will zum Eurovision Song Contest

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 28. Februar 2026 12:48
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Zwischen Tanz- und Gesangsproben und Presseterminen jongliert Sänger Bela aktuell seinen Alltag. Alles für diesen einen, wichtigen Termin, der zudem auch noch seinen allerersten richtigen Auftritt überhaupt markiert: Der ESC-Vorentscheid heute Abend in Berlin.

Inhaltsübersicht
Wer darf für Deutschland nach Wien?Aus Bayern nach BerlinWenig deutsche Titel beim ESC-VorentscheidNeues und Unklares um den 70. ESC

Wer darf für Deutschland nach Wien?

Bela ist einer von neun Künstlerinnen und Künstlern, die beim Vorentscheid zum diesjährigen Eurovision Song Contest teilnehmen. Sie alle werden in Berlin gegeneinander antreten, um im Mai Deutschland beim ESC in Wien vertreten zu dürfen. Bela gehört unter den Teilnehmenden zu den absoluten Newcomern. Dass es sein Song „Herz“ überhaupt so weit geschafft hat, konnte er selbst nicht glauben, „weil es einfach so viele krasse Künstler in Deutschland gibt und ich niemals damit gerechnet hätte, dass mein Song da in der Vorauswahl landet.“

Marktforschung sei Dank – durch die Bewerbungen für den Vorentscheid wühlen sich nämlich nicht nur Musikexperten. Die eingereichten Beiträge durchlaufen auch eine Marktforschung. Und „Herz“, eine Popballade über die Liebe, hat es direkt in den ESC-Vorentscheid geschafft.

Aus Bayern nach Berlin

Der 23-jährige Bela kommt ursprünglich aus dem oberbayerischen Baierbrunn, ist im Münchner Stadtteil Sendling auf die Schule gegangen. Schon mit acht hat er seine eigene Musik gemacht und hatte später seine eigenen Studios in Ottobrunn, Giesing und Harlaching. Seit drei Jahren lebt er mittlerweile in Berlin und schreibt und produziert dort seine Musik, dabei immer auf Deutsch So ist „Herz“ beim ESC-Vorentscheid auch einer der wenigen deutschen Titel.

Wenig deutsche Titel beim ESC-Vorentscheid

„Musik ist bei mir ein Ausdruck der Gefühle“, sagt Bela. Und seine Gefühle, die äußere er eben auch in seiner Muttersprache Deutsch. Sängerin Sarah Engels, bekannt aus „Deutschland sucht den Superstar“, wird dagegen zum Beispiel mit ihrem englischsprachigen Titel „Fire“ auftreten. Malou Lovis, die schon einmal „The Voice of Germany“ gewonnen hat, setzt mit „When I’m with you“ ein Zeichen für queere Liebe. Und der Youtuber Marti Fischer bringt als Teil des Duos Ragazzki Italo-Pop auf die Bühne.

Ob die prominente Konkurrenz den Münchner Bela unter Druck setzt? „Es gibt uns alle nur einmal und ich glaube, wenn wir zu sehr in einem Konkurrenzkampf stehen, macht man sich eigentlich eher nur selber damit kaputt“, sagt er. Stattdessen fokussiere er sich auf seinen eigenen Auftritt und würde aber auch allen anderen Teilnehmenden den Sieg gönnen.

Stefan Raab enthält sich dieses Jahr übrigens des „Deutschen Finales“, nachdem er letztes Jahr als Juror und Initiator von „Chefsache ESC 2025 – Wer singt für Deutschland?“ nach jahrelanger Pause in den ESC-Kontext zurückkehrte. In dem damaligen Vorentscheid gewann das Geschwister-Duo Abor & Tynna, das für Deutschland beim ESC in Basel den 15. Platz belegte.

Neues und Unklares um den 70. ESC

Der 70. Eurovision Song Contest findet dieses Jahr am 16. Mai in Wien statt, nachdem letztes Jahr der österreichische Johannes Pietsch alias JJ mit seinem Titel „Wasted Love“ gewonnen hat. Wie viele Länder dieses Jahr insgesamt teilnehmen werden, ist noch offen. Bisher hatten sich schon Spanien, Irland, die Niederlande, Island und Slowenien vom diesjährigen ESC zurückgezogen, nachdem die Teilnahme Israels bestätigt worden war.

Neu ist dieses Jahr, dass zum ersten Mal der Südwestrundfunk die Zuständigkeiten innerhalb der ARD für den ESC übernehmen wird. Zuvor lag sie beim Norddeutschen Rundfunk. Damit endet eine drei Jahrzehnte andauernde Tradition.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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