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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > World Press Photo zeigt bewegende Pressebilder in Kitzingen
Kultur

World Press Photo zeigt bewegende Pressebilder in Kitzingen

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 2. März 2026 17:46
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Chinesische Frauen und Männer im Regen, die nachts die Grenze zwischen Mexiko und den USA überquert haben. Eine Kleinstadt in Ohio, deren Umwelt nach einem Zugunglück mit krebserregenden Stoffen verseucht ist. Ein Flugzeug, das nach Rekordregenfällen auf einer überfluteten Rollbahn in Brasilien steht, in der sich der Himmel spiegelt. Die Fotos bei der World-Press-Photo-Ausstellung in Kitzingen zeigen erneut Szenen, die nicht oft in den regulären Nachrichten zu sehen sind.

Inhaltsübersicht
„World Press Photo“: 150 beeindruckende Pressefotos in KitzingenKriege, Naturkatastrophen – aber auch HoffnungRussische Fotografin zeigt Einfluss des Krieges im AlltagErschütternde Bilder im UntergeschossNeu in diesem Jahr: Audio-Tour zur Ausstellung

„World Press Photo“: 150 beeindruckende Pressefotos in Kitzingen

In Kitzingen sind vom 28. Februar bis zum 6. April wieder die besten Pressefotos der Welt ausgestellt. Die World-Press-Photo-Ausstellung macht in diesem Jahr zum 20. Mal Halt in der unterfränkischen Kleinstadt, dem weltweit kleinsten Ausstellungsort. Mehr als 150 Bilder sind in der historischen Rathaushalle zu sehen. Zuvor war die Ausstellung unter anderem in New York und in Colombo auf Sri Lanka zu Gast.

Kriege, Naturkatastrophen – aber auch Hoffnung

„Wir sind unfassbar froh und dankbar, zum 20. Mal Teil dieser großen Tour zu sein“, sagt Herbert Müller von der Stadtverwaltung. Natürlich würden viele der Bilder Krisen, Katastrophen oder die Umweltzerstörung zeigen – aber auch positive Dinge wie prämierte Sport- und Tieraufnahmen. „Ich glaube, auch wenn es düster und die Welt sehr schlecht scheint, gibt es auch immer hoffnungsvolle Projekte in der Ausstellung“, so Müller zu BR24.

Russische Fotografin zeigt Einfluss des Krieges im Alltag

Eine der Preisträgerinnen, Aliona Kardash, zeigt in einem Langzeitprojekt, wie sich das alltägliche Leben in Russland seit dem Krieg gegen die Ukraine verändert hat. Kardash ist auch zur Ausstellungsöffnung nach Kitzingen gekommen. Mehrfach hat die in Hamburg lebende russische Fotografin ihren Heimatort Tomsk in Sibirien besucht. „Ich habe mich davor ein Jahr nicht mehr getraut, wieder in die Heimat zu fahren. Weil es so schmerzhaft war, mich mit diesen Gefühlen auseinanderzusetzen“, sagt sie.

Die Weihnachtsbeleuchtung auf einem Supermarkt, bei der sich neben den Rentieren auch ein großes beleuchtetes Z als Zeichen für den Krieg befindet. Oder die Großmutter, die auf ihrem Fernseher eine Rede von Präsident Putin verfolgt. Ihre Bilder entstehen aus einer Mischung von Recherche und Intuition, sagt sie. Gestellt sei nichts, aber sie mache sich im Vorfeld sehr viele Gedanken.

Erschütternde Bilder im Untergeschoss

Die eindrucksvollen Bilder der Ausstellung in Kitzingen erzählen unter anderem vom Krieg in der Ukraine. Sie zeigen auch die politische Situation in Venezuela oder die Folgen einer dramatischen Dürre im Amazonasgebiet. Wie immer sind im Untergeschoss des Rathauses besonders drastische Bilder ausgestellt, die zum Beispiel getötete oder verletzte Zivilisten zeigen. Die ersten Besucher und Besucherinnen der Ausstellung zeigten sich am Wochenende überwältigt und betroffen. „Es ist sehr erschütternd teilweise, aber auch beeindruckend welche Momente des Lebens hier eingefangen sind“, sagte etwa Besucherin Susanne Uhlemann.

Neu in diesem Jahr: Audio-Tour zur Ausstellung

Neu sind einige Videos mit Statements der Fotografinnen und Fotografen, die ihre Bilder erklären. Eine Audio-Tour ist mit Hilfe von QR-Codes möglich. Eigene Kopfhörer sollten dafür mitgebracht werden. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 10 bis 18 Uhr, Donnerstags und Sonntags bis 20 Uhr. Bis zum 6. April werden in Kitzingen wieder bis zu 25.000 Gäste erwartet.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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