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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Höchste Zeit für Sorgen“: Muss Putin Zensur-Unmut fürchten?
Kultur

„Höchste Zeit für Sorgen“: Muss Putin Zensur-Unmut fürchten?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 14. April 2026 21:48
Von Uta Schröder
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2 min. Lesezeit
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„Irgendetwas sagt mir, dass sie versuchen, den Einbruch von Putins Beliebtheitswerten den Sicherheitsorganen in die Schuhe zu schieben“, schimpfte einer der mit 438.000 Fans tonangebenden russischen Militärblogger [externer Link] ziemlich ungnädig, nachdem der US-Nachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf Kreml-Insider gemeldet hatte [externer Link], die russischen Behörden machten bei der Verschärfung der Netz-Zensur einen unvermittelten Rückzieher, weil sie damit augenscheinlich Putins Popularität schadeten. Im September wählt Russland ein neues Parlament, deshalb käme jedwede Stimmungsverschlechterung für die Putin-Partei „Einiges Russland“ zur Unzeit.

Inhaltsübersicht
„Sicherheitskräfte werden es zu schätzen wissen“Kreml: „Kein Weg zurück in die Vergangenheit“

„Sicherheitskräfte werden es zu schätzen wissen“

„Ich spreche mit vielen Sicherheitsbeamten verschiedener russischer Behörden. Keiner von ihnen hat sich jemals für eine Netz-Zensur ausgesprochen“, so der genannte Blogger, der sich damit demonstrativ auf die Seite der russischen Geheimdienste stellt. Auch Politologe Alexei Antonow äußerte wegen der aufsehenerregenden Bloomberg-Meldung den Verdacht, im Kreml werde nach einem Sündenbock für Putins rückläufige Beliebtheit gesucht.

„Es ist etwas ärgerlich, dass die Quellen von Bloomberg versuchen, den Rückgang der Umfragewerte des Präsidenten und der Partei ‚Einiges Russland‘ auf gewisse ‚Sicherheitskreise‘ abzuschieben“, so Antonow [externer Link]: „Aber das ist durchaus logisch, wenn man bedenkt, dass die Quellen von Bloomberg Verwaltungsbeamte sind. Die Sicherheitskräfte selbst werden, da bin ich mir sicher, diese ‚Abwälzung‘ der Verantwortung für Putins Umfragewerte auf sie zu schätzen wissen. Aber ansonsten ist die Nachricht äußerst positiv. Es gibt Demokratie in Russland, und das ist großartig. Ich schreibe das ohne jede Ironie.“

Kreml: „Kein Weg zurück in die Vergangenheit“

Das staatliche russische Meinungsforschungsinstitut, dessen Erhebungsmethoden aus naheliegenden Gründen höchst umstritten sind, hatte jüngst ermittelt [externer Link], dass Putins Popularität um rund acht Prozent auf jetzt knapp 68 Prozent zurückgegangen sei. Kremlkritiker gehen eher von einer Zustimmung von 30 Prozent aus, weil das der Zahl derjenigen entspricht, die Putin aktuell „vertrauen“. Auch die Partei „Einiges Russland“ liegt demnach bei knapp 30 Prozent Zustimmung.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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