Der britische Maler David Hockney ist tot. Hockney starb am Donnerstag im Alter von 88 Jahren „friedlich“ in seiner Londoner Wohnung, wie seine Agentin am Freitag mitteilte. Hockney gehörte zu den einflussreichsten Vertretern der zeitgenössischen Kunst.
Farbenfrohes Arbeiten als sein Markenzeichen
Der Maler, Grafiker, Fotograf und Bühnenbildner war für seinen bunten Stil und für farbenprächtige Landschaften und Porträts bekannt. Berühmt wurde er in den 60er Jahren durch seine „Swimming Pool“-Gemälde. Von ihm stammen Werke wie „Le Plongeur“ oder „A Bigger Splash“.
Die britische Tate-Galerie bezeichnete Hockney einst als „vielleicht beliebtesten und vielseitigsten Künstler des 20. Jahrhunderts“. Seine Kunstwerke hängen in Museen in aller Welt, sein bekanntes Schwimmbad-Bild „Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)“ wurde 2018 in New York für 90,3 Millionen Dollar (heute rund 78 Millionen Euro) versteigert und stellte damit einen neuen Auktions-Rekord für einen lebenden Künstler auf.
US-Sonnenschein-Staat Kalifornien als Inspiration für Hockney
Geboren wurde Hockney am 9. Juli 1937 im nordenglischen Bradford und wuchs in den Hungerjahren der Nachkriegszeit auf. Nach seiner ersten Einzelausstellung zog er nach Hollywood und lebte später abwechselnd in Großbritannien und Kalifornien.
Der sonnige US-Staat bot ihm sowohl als Künstler als auch privat ungewohnte Freiheiten. Hockney machte nie ein Geheimnis daraus, dass er schwul war, selbst als Homosexualität in Großbritannien noch illegal war. Los Angeles wurde seine neue Heimat – dort stand sein Haus mit der blauen Terrasse und den roten Blumentöpfen, das er in vielen Bildern verewigte.

