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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > EU-Behörde: Chemikalie TFA kann Fruchtbarkeit beeinträchtigen
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EU-Behörde: Chemikalie TFA kann Fruchtbarkeit beeinträchtigen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 11. Juni 2026 09:47
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Die Ewigkeits-Chemikalie Trifluoressigsäure (TFA) kann nach Einschätzung der EU-Chemikalienbehörde Echa eine schädliche Wirkung bei der menschlichen Fortpflanzung haben. Der Risiko-Prüfausschuss der Behörde mit Sitz in Helsinki empfehle daher eine entsprechende Einstufung des PFAS-Stoffs, informierte die Echa am Mittwoch die Nachrichtenagentur AFP per E-Mail über die Entscheidung, die vergangene Woche gefallen sei. 

Inhaltsübersicht
Risikoeinschätzung von EU-Behörde zu Ewigkeitschemikalie TFATFA in Industrie und als UnkrautvernichterHinweise auf mögliche Schädigung der LeberBewertung vom Bundesinstitut für Risikobewertung

Risikoeinschätzung von EU-Behörde zu Ewigkeitschemikalie TFA

Die PFAS-Chemikalie TFA könne „die Fruchtbarkeit beeinträchtigen“ und „Schäden bei ungeborenen Kindern“ verursachen, erklärte die Echa. Diese Risiko-Einschätzung soll nun an die EU-Kommission übermittelt werden, damit sie entsprechende Einschränkungen vorschlägt.

PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, die synthetisch hergestellt werden. Sie sind wasser- und fettabweisend und stecken deshalb in etlichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen, Funktionskleidung, Imprägnier-Sprays und Einwegverpackungen. Sie sind biologisch nicht abbaubar, reichern sich in der Natur sowie im menschlichen Körper an und werden deshalb als Ewigkeits-Chemikalien bezeichnet.

TFA in Industrie und als Unkrautvernichter

TFA kommt vielfach in der Industrie zum Einsatz und ist ein Abbauprodukt von Pflanzenschutzmitteln. Außerdem wird der Stoff für Heiz- und Kühlsysteme genutzt. Die Substanz sei „sehr beständig und sehr mobil“ und berge das Risiko, „eine sehr dauerhafte und weit gestreute Kontamination der Wasserressourcen“ zu verursachen, erklärte die Echa.

Ende März hatte die EU-Behörde ein weitreichendes Verbot von Ewigkeits-Chemikalien empfohlen, wobei sie aber eine Reihe von Ausnahmen als sinnvoll einstufte. Sie veröffentlichte zwei Risikoanalysen, die als Grundlage für einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission dienen sollen.

Hinweise auf mögliche Schädigung der Leber

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass einige der Chemikalien bei Menschen die Leber und das Immunsystem schädigen, die Wirkung von Impfungen und die Fruchtbarkeit verringern und Krebs erzeugen können. Einige Untergruppen sind bereits verboten, wurden in der Vergangenheit aber immer rasch durch ähnliche PFAS-Chemikalien ersetzt. Die EU-Kommission arbeitet deshalb seit Jahren an einem umfassenden Verbot.

Fünf EU-Länder, darunter Deutschland, hatten die Echa um eine Empfehlung gebeten. Zu der daraufhin veröffentlichten Empfehlung für ein weitreichendes PFAS-Verbot erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) damals: „Ein allgemeines Verbot lehnen wir ab.“

Bewertung vom Bundesinstitut für Risikobewertung

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hat TFA bereits als fortpflanzungsgefährdend bewertet [externer Link]. Nach Angaben des Bundesumweltamtes wird die Chemikalie seit Jahren in deutschen Gewässern festgestellt.

Mit Informationen von AFP

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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