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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > WhatsApp-Kettenbrief: Was ist dran an der KI-Warnung?
Netzwelt

WhatsApp-Kettenbrief: Was ist dran an der KI-Warnung?

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 11. Juni 2026 12:47
Von Benjamin Lehmann
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2 min. Lesezeit
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Was der „Erweiterte Datenschutz“ wirklich kann

Ganz aus der Luft gegriffen ist immerhin der Tipp am Ende des Kettenbriefs allerdings nicht. Der „Erweiterte Chat-Datenschutz“ lässt sich für einzelne Chats einschalten und bewirkt drei Dinge: Der Chatverlauf kann nicht mehr exportiert werden, Fotos und Videos landen nicht mehr automatisch auf den Geräten der anderen und Meta-AI-Funktionen sind in dem Chat gesperrt. Beim Aktivieren informiert eine Systemnachricht alle Beteiligten. Laut WhatsApp soll sich so jeder darauf verlassen können, „dass das, was im Chat gesagt wird, den Chat nicht verlässt“.

Inhaltsübersicht
Was der „Erweiterte Datenschutz“ wirklich kannWas sammelt WhatsApp wirklich?

So gesehen ist also doch etwas dran am Kettenbrief. Zwar liest die Meta-KI nur dann Informationen, wenn Nutzer sie ihr aktiv schicken (ähnlich wie bei Chatbots wie ChatGPT auch), aber auch dieses Weiterleiten innerhalb von Gruppen kann man durch die Einstellung verhindern.

Was sammelt WhatsApp wirklich?

Dass die Nachrichten verschlüsselt sind, schützt also Nachrichteninhalte vor Meta. Allerdings: Alles drumherum sammelt WhatsApp weiterhin ein. Telefonnummer, Geräteinformationen und IP-Adresse, dazu Zeitstempel von Nachrichten und Anrufen, Kontaktlisten, Online-Status und Standortdaten. Diese sogenannten Metadaten sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt und können mit anderen Meta-Diensten geteilt werden. Der Konzern beruft sich dabei auf das „berechtigte Interesse“ aus der Datenschutzgrundverordnung – eine rechtlich umstrittene Konstruktion. Aus solchen Daten lässt sich erstaunlich viel ablesen: wer mit wem wie oft schreibt, wann jemand online ist und wo er sich aufhält.

Wem das nicht geheuer ist, für den gibt es inzwischen viele Alternativen: Messenger wie Signal, Threema oder Wire sammeln deutlich weniger Metadaten. Weniger hilfreich wäre aber ein Umzug auf iMessage oder SMS – dort gibt es gar keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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