Eine turbulente Gewitterwoche in Bayern neigt sich dem Wochenende zu: Jeden Tag hat es irgendwo im Freistaat geblitzt oder gedonnert. Immer wieder haben sich aus den Gewitterzellen auch Unwetter entwickelt. Dabei haben Hagelschauer einige Felder in Bayern verwüstet und sogar Häuserfassaden beschädigt. Doch wie entsteht großer Hagel eigentlich und kann man vorab erkennen, wo es hageln wird?
Die Entstehung von Hagelkörnern
Damit Hagel entstehen kann, muss die Gewitterwolke hochreichend und langlebig sein. Nur dann haben die Eiskristalle genug Zeit zu wachsen. Die Kristalle werden durch die Turbulenzen innerhalb der Wolke hinauf- und heruntergeschleudert, dabei lagert sich Schicht für Schicht mehr Wasser an und gefriert.
Wenn die Hagelkörner schwer genug sind, fallen sie zu Boden und richten teils erhebliche Schäden an. Das bisher größte, dokumentierte Hagelkorn fiel laut Deutschem Wetterdienst im August 2013 in Undingen in Baden-Württemberg. Dieses hatte einen Durchmesser von über 14 Zentimetern und war damit etwa so groß wie eine Mango.
Am Freitag lokale Gewitter mit Hagel
Für den heutigen erwartet die Wetterredaktion des Bayerischen Rundfunks allerdings deutlich kleinere Korngrößen, etwa in der Größenordnung von zwei bis drei Zentimetern. Trotzdem lohnt es sich heute, den Himmel im Blick zu behalten, da die Luft sehr schwül und sehr gewitteranfällig ist. Spätestens wenn sich die Wolken auftürmen und oben einen glatten Abschluss bekommen, weiß man: Das ist eine Gewitterwolke mit Hagelpotential.
Dabei ist es wie immer bei diesen Wetterlagen: Es kann heute lokal zu Gewittern kommen, wird aber bei weitem nicht alle treffen. So kann der eine Ort trocken bleiben und zwei Kilometer weiter schüttet es wie aus Eimern oder hagelt. Da hilft es, die aktuellen Unwetterwarnungen des DWD zu verfolgen.

