Die Verbraucherstimmung in Deutschland verharrt auf niedrigem Niveau. Das geht aus der aktuellen Studie „NIM Konsumklima powered by GfK“ hervor, die das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) monatlich veröffentlicht. Demnach ist der entsprechende Index im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,3 Punkte auf -29,6 Punkte gesunken.
Schlechtere Einkommenserwartungen drücken die Kauflaune
Die Marktforscher machen vor allem pessimistischere Einkommenserwartungen sowie eine höhere Sparneigung verantwortlich. Die Bereitschaft für größere Anschaffungen und die Erwartungen an die Konjunktur entwickelten sich hingegen leicht positiv. Allerdings befindet sich die Anschaffungsneigung derzeit noch unter dem Niveau zu Zeiten der Corona-Lockdowns.
NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl fasst die Lage folgendermaßen zusammen: „Die Verbraucherstimmung bleibt weitestgehend unverändert. Die Anschaffungsneigung verzeichnet zwar einen moderaten Anstieg, bleibt aber nach wie vor sehr verhalten. Die Einkommensaussichten verzeichnen wieder einen leichten Rückgang und die Sparneigung zieht wieder moderat an.“
Energiepreise schüren die Inflationsangst
Die anhaltende Verunsicherung führe dazu, dass viele Haushalte beim Konsum zurückhaltend blieben. Als Hauptgrund für die Verunsicherung wird das Auslaufen des Tankrabatts Ende Juni genannt, das die Preise an den Zapfsäulen spürbar steigen ließ und sich in den Preiserwartungen der Verbraucher widerspiegelt. Entsprechend nehmen die Inflationssorgen wieder zu.
Einen Lichtblick gibt es bei den Konjunkturerwartungen, die sich zum dritten Mal in Folge verbessern. Trotzdem rechnen die meisten Verbraucher weiterhin mit einer Verschlechterung der Wirtschaftslage.

