WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    BMW baut rund 8.000 Jobs ab
    29. Juli 2026
    Feuer am Urlaubsziel – Wer zahlt die Reisekosten?
    29. Juli 2026
    Sollten alle Apotheken Rabatte auf Arzneien geben können?
    29. Juli 2026
    Verteidigung als Wirtschaftsfaktor: So kann Bayern profitieren
    29. Juli 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    PDFs, iPad, Auto: Whatsapp bekommt neue Funktionen
    28. Juli 2026
    KI übersetzt Instagram-Reels: Cooles Feature mit Nebenwirkungen
    24. Juli 2026
    PDFs, iPad, Auto: Whatsapp bekommt neue Funktionen
    24. Juli 2026
    EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google
    23. Juli 2026
    KI made in München: Darum feiert die KI-Szene das Modell Soofi S
    21. Juli 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Hohe Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns – Hitzewarnung
    29. Juli 2026
    Brände in Südwesteuropa: Neue Hitzewelle droht – Forscher warnen
    28. Juli 2026
    Gurus auf TikTok & Co: Manipulation erkennen und sich schützen
    28. Juli 2026
    Wegovy als Abnehmpille: Wirksame Alternative zur Spritze?
    28. Juli 2026
    OpenAI hackt Hugging Face: Europas Autonomie-Problem
    28. Juli 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    (Selbst-)Inszenierung im Urlaub: Reisezeit ist Insta-Zeit
    29. Juli 2026
    Neues Design für Euro-Scheine: Gewinnt ein Entwurf aus Bayern?
    28. Juli 2026
    Münchner Regisseur Ersin Cilesiz nach Unfall querschnittsgelähmt
    28. Juli 2026
    Handke in Salzburg: „Schnee von gestern, Schnee von morgen“
    28. Juli 2026
    Nach Nolans Erfolg: Elon Musk will die „Odyssee“ nochmal drehen
    27. Juli 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Mehrwertsteuer-Karussell: Zehn Milliarden Euro Schaden pro Jahr
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Mehrwertsteuer-Karussell: Zehn Milliarden Euro Schaden pro Jahr
Wirtschaft

Mehrwertsteuer-Karussell: Zehn Milliarden Euro Schaden pro Jahr

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 29. Juli 2026 08:48
Von Christin Freitag
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Beim Mehrwertsteuer-Karussellbetrug nutzen Kriminelle den grenzüberschreitenden Handel innerhalb der EU aus. Waren werden über mehrere Firmen weiterverkauft. Eine Firma kassiert die Mehrwertsteuer, führt sie aber nicht ans Finanzamt ab und verschwindet. Gleichzeitig lässt sich ein anderes Unternehmen die Steuer als Vorsteuer erstatten. Die Täter streichen Geld vom Staat ein, obwohl es nie eingezahlt wurde.

Inhaltsübersicht
Mehrwertsteuer-Karussellbetrug: So groß ist der Schaden für die StaatskasseBundesregierung plant Meldesystem – doch erst ab 2030Warum Deutschland für Karussellbetrüger besonders attraktiv istDigitale Betrugserkennung gegen Karussellbetrug ist bereits einsatzbereit

Solche Firmen werden von Ermittlern „Missing Trader“, also verschwindende Händler, genannt. Die Aufklärung und Rückholung der hinterzogenen Steuern gehört deshalb zu den wichtigsten Aufgaben der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO.

Mehrwertsteuer-Karussellbetrug: So groß ist der Schaden für die Staatskasse

Die organisierte Kriminalität verdient in Europa Milliarden mit sogenanntem Mehrwertsteuer-Karussellbetrug. Es gäbe einen riesigen Schaden, „der den Mitgliedstaaten an Einnahmen fehlt“, so Andrés Ritter Vize-Chef der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) in Luxemburg. Dahinter stünden Betrugsnetzwerke der organisierten Kriminalität, erläutert Ritter.

Auch der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft (DSTG) Florian Köbler sieht dringenden Handlungsbedarf: „Dieser Mehrwertsteuer-Karussellbetrug findet seit über 20 Jahren in Deutschland statt.“ Schätzungen gingen davon aus, so Köbler, „dass es mindestens 10 Milliarden Euro jährlich sind“.

Bundesregierung plant Meldesystem – doch erst ab 2030

Zwar hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil mit dem Aktionsplan „Steuer- und Finanzkriminalität entschlossen bekämpfen“ beschlossen, sogenannte Echtzeit-Meldepflichten einzuführen, um Mehrwertsteuer-Betrug zu bekämpfen. Dazu sollen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen künftig elektronisch erfasst werden. Eine Frist nennt der Aktionsplan jedoch nicht.

Auf Anfrage teilt das Bundesfinanzministerium (BMF) dem ARD Wirtschaftsmagazin Plusminus dazu mit: „Das BMF beabsichtigt, zum 1. Juli 2030 ein Meldesystem zu etablieren.“ Kritik kommt von Steuerexperten. So forderte Florian Köbler, DSTG, von Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Schreiben, dass das Thema „politische Priorität erhält“. Die Steuerverwaltung erlebe tagtäglich, wie der Staat um Milliarden betrogen würde: „Das darf so nicht mehr sein“, so Köbler im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Warum Deutschland für Karussellbetrüger besonders attraktiv ist

Nach Einschätzung der Europäischen Staatsanwaltschaft wird Deutschland besonders häufig Ziel der Mehrwertsteuer-Karussell-Betrüger. Das führt Andrés Ritter darauf zurück, dass neben der starken Wirtschaft, in der sich kriminelle Firmen leichter verbergen könnten, „in Deutschland die Digitalisierung in dem Bereich nicht so fortgeschritten ist, wie sie sein müsste“.

Die Folgen zeigen große Verfahren wie der Fall „Huracán“, den Ermittler in Nordrhein-Westfalen 2023 aufgedeckt haben. Allein dort entstand laut EPPO ein Schaden von rund 300 Millionen Euro. Gesichert werden konnten allerdings nur gut 15 Millionen Euro. „Wenn das aufgrund der Verzögerungen erst viel später festgestellt wird, dann gibt es die Firma nicht mehr. Das, was erlangt worden ist, ist schon längst an sichere Orte verbracht worden“, so Andrés Ritter.

Digitale Betrugserkennung gegen Karussellbetrug ist bereits einsatzbereit

Forscher der Universität Oldenburg und das Landesamt für Steuern Niedersachsen setzen auf Prävention und haben ein System zur Erkennung von Betrugsnetzwerken, mit dem Namen TaDeA, „Tax Defense Analytics“ (Externer Link) entwickelt. Es kann verdächtige Verbindungen zwischen Unternehmen automatisiert erkennen. Man müsse Informationen aus Handelsregistern, Rechnungen und andere Daten „zentral zusammenführen, um möglichst schnell das Betrugsmuster zu erkennen.“

Im Nachgang reiche das nicht aus, erklärt André Klümpen vom Landesamt für Steuern Niedersachsen. Er hält TaDeA für deutschlandweit ausrollbereit. Dafür brauche es einen Konsens der 16 Bundesländer. Das müsste, so schnell es geht, in die Finanzministerkonferenz, so Florian Köbler.

 

Dir gefällt vielleicht

BMW baut rund 8.000 Jobs ab

Feuer am Urlaubsziel – Wer zahlt die Reisekosten?

Sollten alle Apotheken Rabatte auf Arzneien geben können?

Verteidigung als Wirtschaftsfaktor: So kann Bayern profitieren

Bankenfusionen in Bayern: Chance oder Verlust von Nähe?

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Brände in Südwesteuropa: Neue Hitzewelle droht – Forscher warnen
Nächster Artikel Sollten alle Apotheken Rabatte auf Arzneien geben können?
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

(Selbst-)Inszenierung im Urlaub: Reisezeit ist Insta-Zeit
Kultur 29. Juli 2026
BMW baut rund 8.000 Jobs ab
Wirtschaft 29. Juli 2026
Hohe Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns – Hitzewarnung
Wissen 29. Juli 2026
Feuer am Urlaubsziel – Wer zahlt die Reisekosten?
Wirtschaft 29. Juli 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?