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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Neues Design für Euro-Scheine: Gewinnt ein Entwurf aus Bayern?
Kultur

Neues Design für Euro-Scheine: Gewinnt ein Entwurf aus Bayern?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 28. Juli 2026 18:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Wie sollen die neuen Euro-Geldscheine aussehen? Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zehn Entwürfe veröffentlicht und bittet in einer Online-Umfrage um Rückmeldungen. Einer der Finalisten stammt aus Bayern: Der Passauer Illustrator Jan Robert Dünnweller hat es mit seinem Design in die Endrunde geschafft.

Inhaltsübersicht
Mehr als 1.200 Designerinnen und Designer bewarben sichGeldscheine mit symbolischer BotschaftDünnwellers Entwurf: leicht und dynamisch

Mehr als 1.200 Designerinnen und Designer bewarben sich

Der Weg dorthin war lang. Europaweit hatten sich nach seinen Angaben mehr als 1.200 Designerinnen und Designer beworben. 25 von ihnen wurden schließlich ausgewählt und reichten insgesamt 39 Entwürfe ein. Die EZB hatte dafür zwei Themen vorgegeben: „Europäische Kultur“ mit bedeutenden Persönlichkeiten und Kulturorten sowie „Flüsse und Vögel“, die die Natur und Artenvielfalt Europas in den Mittelpunkt stellen sollen. Farben, Motive und die Anordnung der Sicherheitselemente waren ebenfalls weitgehend festgelegt.

Für Dünnweller, der unter anderem bereits für den „New Yorker“ und die „New York Times“ gearbeitet hat, war die Teilnahme dennoch eine besondere Aufgabe. „Der Euro hat neben seiner Funktion als Zahlungsmittel auch eine große symbolische Bedeutung“, sagt er im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Banknoten seien ein sichtbares Zeichen des europäischen Projekts und könnten dessen Werte vermitteln.

Geldscheine mit symbolischer Botschaft

Seinen Entwurf versteht Dünnweller als visuelle Umsetzung des europäischen Mottos „In Vielfalt geeint“. Deshalb setzt er auf eine Collage aus zwölf unterschiedlich gestalteten Elementen. Die Zahl zwölf verweist auf die Sterne der Europaflagge und steht zugleich symbolisch für Einheit und Zusammenhalt.

Die einzelnen Formen unterscheiden sich bewusst in Form und Textur, ergeben zusammen aber ein harmonisches Ganzes. „Sie gehen eine gemeinsame Komposition ein, behalten aber ihre Eigenheit und ihren individuellen Charakter“, erklärt Dünnweller. Genau darin sieht er ein Bild für Europa: unterschiedliche Kulturen und Sprachen, die ihre Eigenheit bewahren und dennoch zusammengehören.

Dünnwellers Entwurf: leicht und dynamisch

Auch gestalterisch wollte der Illustrator neue Wege gehen. Viele Elemente entstanden bewusst analog. Dadurch wirken die Scheine weniger technisch und perfekt als heutige Banknoten. Sein Ziel sei eine Gestaltung gewesen, die „Leichtigkeit, Offenheit und Bewegung“ ausstrahlt.

Tatsächlich hebt sich sein Entwurf von der klassischen, oft streng symmetrischen Gestaltung heutiger Geldscheine ab. Die Illustrationen wirken fließender und offener. „Das europäische Projekt ist eine sehr starke Botschaft“, sagt Dünnweller. Diese könne sich auch im Design des Euro widerspiegeln – einer Währung, die Millionen Menschen täglich in den Händen halten.

Welche Banknoten künftig tatsächlich gedruckt werden, ist noch offen. Zunächst sammelt die Europäische Zentralbank die Rückmeldungen der Bevölkerung. Die Umfrage läuft noch bis 21. September, die Ergebnisse sollen in die weitere Entscheidung einfließen, bevor der EZB-Rat das endgültige Design auswählt.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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