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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Giersch im Garten bekämpfen: Diese Methoden helfen wirklich
Wissen

Giersch im Garten bekämpfen: Diese Methoden helfen wirklich

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 4. August 2026 17:48
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Manche Pflanzen muss man mühsam im Garten kultivieren, andere sind wahre Überlebenskünstler und trotzen allen Versuchen, sie zu entfernen: Giersch (Aegopodium podagraria) gehört zu den hartnäckigsten Wurzelunkräutern. Seine unterirdischen Ausläufer verbreiten sich weit unter der Erde und lassen neue Pflanzen entstehen. Wer das hartnäckige Wildkraut loswerden möchte, braucht vor allem Geduld und die richtige Strategie.

Inhaltsübersicht
Warum Giersch trotz Jätens immer wieder nachwächstGiersch erfolgreich entfernen durch gründliches AusgrabenGiersch mit Abdeckung langfristig zurückdrängenDichte Bepflanzung kann Giersch im Beet ausbremsenGiersch dauerhaft bekämpfen mit der richtigen KombinationGiersch als Wildgemüse in der Küche nutzen

Warum Giersch trotz Jätens immer wieder nachwächst

Giersch ist vor allem wegen seiner unterirdischen Ausläufer gefürchtet. Die sogenannten Rhizome, also unterirdische Sprossachsen, wachsen immer weiter. Selbst aus kleinen Rhizomstücken, die nach dem Unkrautjäten übrig geblieben sind, können sich neue Pflanzen bilden. Deshalb ist oberflächliches Jäten oder Hacken oft nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt.

Giersch erfolgreich entfernen durch gründliches Ausgraben

Eine Methode, um dem Giersch Herr zu werden, ist das Ausgraben. Wichtig dabei ist, möglichst alle Wurzelausläufer zu entfernen – nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Fachleute empfehlen deshalb, eine Grabegabel statt eines Spatens zu verwenden: Sie lockert den Boden auf, ohne dass die Rhizome unnötig stark zerteilt werden. Bei lockeren Böden kann die Erde zusätzlich ausgesiebt werden, um Rhizomstücke aus der Erde zu filtern. Die Rhizomreste dürfen nicht auf dem Kompost landen, denn daraus kann der Giersch erneut austreiben.

Giersch mit Abdeckung langfristig zurückdrängen

Bei größeren Flächen ist es eine wirksame Methode, lichtundurchlässiges Material auszulegen. Dafür wird der Giersch zunächst bodennah abgeschnitten. Danach wird die Fläche mit Vlies, Pappe oder einer geeigneten Folie abgedeckt und beispielsweise mit Rindenmulch beschwert. Ohne Licht verliert die Pflanze nach und nach ihre Kraft.

Fachleute empfehlen, die Abdeckung mindestens eine Vegetationsperiode, häufig etwa ein Jahr oder länger, liegen zu lassen. Pappe kann später sogar in den Boden eingearbeitet werden. Ein Nachteil ist aber, dass über die Ränder Rhizome des Gierschs wieder ins Beet einwandern können. Deshalb sollte man regelmäßig kontrollieren, ob sich der Giersch wieder ausbreitet.

Dichte Bepflanzung kann Giersch im Beet ausbremsen

Der Kampf gegen den Giersch ist mühsam und nicht immer erfolgreich. Eine weitere Möglichkeit ist deshalb, ihm den notwendigen Platz streitig zu machen. Konkurrenzpflanzen können den Giersch zwar nicht vollständig verdrängen, aber sie erschweren ihm das Wachstum. Sie beschatten den Boden und nehmen ihm Licht, Platz und teilweise auch Wasser und Nährstoffe.

Als geeignete Konkurrenzpflanzen gelten unter anderem:

  • Storchschnabel
  • Frauenmantel
  • Elfenblume
  • Geißbart
  • Ausdauerndes Silberblatt
  • Kerzenknöterich

Häufig werden auch Kartoffeln empfohlen.

Giersch dauerhaft bekämpfen mit der richtigen Kombination

Eine einzelne Maßnahme, um Giersch aus dem Garten zu verbannen, reicht meist nicht aus. Am erfolgreichsten ist deshalb eine Kombination aus verschiedenen Methoden:

  • Bestehende Bestände gründlich ausgraben.
  • Freie Flächen mit Vlies oder Pappe und Mulch abdecken.
  • Anschließend konkurrenzstarke Bodendecker oder Stauden pflanzen.
  • Neue Triebe sofort entfernen, bevor sie sich wieder ausbreiten.

Eine schnelle Wunderlösung gibt es nicht. Wer konsequent vorgeht, kann den Giersch aber nachhaltig zurückdrängen.

Giersch als Wildgemüse in der Küche nutzen

Der Ruf von Giersch als lästiges Unkraut ist aber in anderer Hinsicht gar nicht gerechtfertigt, denn die jungen Blätter lassen sich auch in der Küche verwenden. Ähnlich wie Petersilie können sie in Salaten, Suppen, Kräuterquark oder Pesto verwendet werden. Das Wildkraut enthält unter anderem Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. Ein zusätzlicher Vorteil: Das regelmäßige Ernten schwächt die Pflanze oberirdisch und kann den Bestand begrenzen. Das unterirdische Wachstum wird dadurch jedoch nicht gestoppt.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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