WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Pflegereform: Finanzielle Einbußen für pflegende Angehörige?
    17. August 2026
    Mehr junge Menschen ohne Arbeit oder Ausbildung
    17. August 2026
    Private E‑Scooter: Lohnt sich ein eigener Roller?
    17. August 2026
    CSU fordert Reform: Welchen Herstellern die E-Auto-Prämie nutzt
    15. August 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    So zieht man vom einen KI-Chatbot zum nächsten um
    14. August 2026
    Copilot: Warum tut sich Microsoft im KI-Rennen so schwer?
    13. August 2026
    Betrug auf TikTok: Wie KI-Videos Käufer um ihr Geld bringen
    13. August 2026
    Jugendschutz: US-Gericht verhängt Millionenstrafe gegen Meta
    7. August 2026
    Wenn das Auto ungefragt Kino-Filme vorschlägt
    7. August 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Münchner 3D-Hirn-Modell soll Alzheimer-Forschung voranbringen
    16. August 2026
    Feinmotorik bei Kindern: Warum sie beim Lernen wichtig ist
    15. August 2026
    OpenAI streicht Limits für ChatGPT-Gratisnutzer
    14. August 2026
    Weniger Allergien bei Bauernhof-Kindern: Forscher finden Ursache
    14. August 2026
    Schleim nach Maß: Der geniale Baukasten der Schnecken
    14. August 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Oase der Freiheit: Wie der Balkon zum Sehnsuchtsort wurde
    17. August 2026
    „Lost Weekend“: Phoebe Bridgers auf dem Gipfel ihrer Kunst
    17. August 2026
    US-Schauspielerin Hayden Panettiere mit 36 Jahren gestorben
    17. August 2026
    Serie „The Shards“: Schaurig schöner Albtraum
    15. August 2026
    Österreich schickt Historiendrama „Rose“ ins Oscar-Rennen
    15. August 2026
  • Lesezeichen
Gerade: „Jedes Mal was anderes“: Warum Bayreuths „KI-Ring“ polarisiert
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Jedes Mal was anderes“: Warum Bayreuths „KI-Ring“ polarisiert
Kultur

„Jedes Mal was anderes“: Warum Bayreuths „KI-Ring“ polarisiert

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. August 2026 13:46
Von Uta Schröder
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

Ausgerechnet mit ihrem „Flaggschiff“, dem vierteiligen „Ring des Nibelungen“ hatten die Bayreuther Festspiele in den letzten Jahrzehnten wenig Glück: In dieser Saison empört ein von der Künstlichen Intelligenz erzeugter Bilder-Salat die Zuschauer. Zuvor hatte die 2022 erstmals gezeigte Inszenierung des jungen Regisseurs Valentin Schwarz für viel Unmut gesorgt, weil er die fast 15-stündige Handlung optisch nicht in den Griff bekam und sich in zusammenhanglosen Ideen verzettelte.

Inhaltsübersicht
Castorf „pöbelte zurück“„Meist einfach nervig“Katharina Wagner: „Finde es sehr spannend“AR-Brillen wurden ausrangiertPremieren müssen deutlich billiger werden

Castorf „pöbelte zurück“

Schwarz war damals kurzfristig für seine Regie-Kollegin Tatjana Gürbaca eingesprungen, die das Projekt kurzfristig wieder abgegeben hatte, angeblich wegen eines Streits um ausreichende Probenzeiten.

Damit nicht genug: Der „Ring“, den Theater-Berserker Frank Castorf 2013 herausbrachte, auch als kurzfristiger „Ersatzmann“ für den prominenten Filmemacher Wim Wenders, polarisierte gleichfalls Publikum wie Kritik. Castorf stellte sich damals den wutschnaubenden Zuschauern und tippte sich im Buh-Orkan demonstrativ an die Stirn, was als provokantes „Zurückpöbeln“ interpretiert wurde. Später allerdings genoss diese politisch anspielungsreiche Produktion „Kultstatus“.

„Meist einfach nervig“

Diese „Reifezeit“ wird dem aktuellen „KI-Ring“ in Bayreuth nicht zugebilligt, er wird nur in diesem Jahr gezeigt. Für eine „richtige“ Inszenierung fehlte das Geld, also wurde zum 150. Jubiläum der Festspiele nach einer kostengünstigen Variante gesucht. Heraus kam eine konzertante Fassung: Die Mitwirkenden stehen hinter einem halbtransparenten Vorhang, auf den die KI mal mehr, mal weniger passende Bilder projiziert, nicht zuletzt aus der Bayreuther Aufführungsgeschichte des „Rings“.

Von Kurator Marcus Lobbes, dem Intendanten der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund und seinem Kollegen, dem künstlerisch-technischen Konzeptionisten Nils Corte war wohl mehr kreatives und dramaturgisches Fingerspitzengefühl erwartet worden. Ihre Arbeit wurde als „meist einfach nervig“ und überflüssig abgetan.

Katharina Wagner: „Finde es sehr spannend“

Festspielchefin Katharina Wagner nannte diese Version gleichwohl eine „spannende Alternative“, auch wenn sie bei der diesjährigen Pressekonferenz einschränkte: „Es ist natürlich kein Ersatz für eine vollszenische Inszenierung, aber es ist eine Alternative, die gerade in diesem Jahr etwas Besonderes bietet. Das Tolle an diesem ‚Ring‘ ist, dass Sie jedes Mal etwas anderes sehen. Sie sind jedes Mal gefordert, neu zu denken. Die KI setzt die Bilder inhaltlich zusammen, aber Sie sind schon gefordert, dem zu folgen. Ich persönlich finde es sehr spannend.“

Was viele Zuschauer nervt: Die KI verheddert sich in wilden optischen Assoziationen, deren tieferer Sinn sich nicht vermittelt. Über so viele Stunden wird das Durcheinander der farbenprächtigen Schlieren und Funken sehr anstrengend – umso ärgerlicher, als der Besuch richtig ins Geld geht: Karten waren diesmal nur im vierteiligen Gesamtpaket erhältlich und kosteten bis zu 1.692 Euro. Hinzu kommen natürlich die nicht gerade günstigen Bayreuther Übernachtungs- und Verpflegungspreise für sechs Tage, also fast eine volle Woche.

AR-Brillen wurden ausrangiert

Immerhin: Dirigent Christian Thielemann, in Bayreuth Publikumsliebling, wird für seine souveräne Arbeit am Pult einmal mehr bejubelt. Kaum einer kennt Wagners Werke so gut wie er, und kaum jemand weiß die fabelhafte Akustik des Festspielhauses so gekonnt zu nutzen.

Bemerkenswert: In diesem Jahr verzichtete Bayreuth auf die eigens angeschafften Augmented-Reality-Brillen, mit denen einige Zuschauer bisher den „Parsifal“ ansehen konnten. Auch das war nach der Premiere 2023 mit dem Argument kritisiert worden, die gezeigten digitalen Projektionen hätten kaum etwas zur „visuellen Erweiterung“ beigetragen, die sich der Amerikaner Jay Scheib erhofft hatte.

Premieren müssen deutlich billiger werden

Wenn der diesjährige „Ring“-Unmut ausgestanden ist, warten auf die Bayreuther Festspiele womöglich weitere Frustrationen. Ab dem kommenden Jahr wollen sie jährlich zwei Neuproduktionen stemmen, allerdings mit demselben Etat, den bisher eine Premiere kostete. Anders ausgedrückt: Die Ausstattung muss deutlich billiger werden.

Geschäftsführer Heinz-Dieter Sense gab sich diesbezüglich skeptisch abwartend und sprach von einer „Herausforderung“: „Wir sind zwar optimistisch, aber ich hoffe, dass das auch aufgeht, mit den Probenzeiten und den finanziellen Spielräumen, die bei uns, wie in allen Kulturbetrieben, ständig enger werden. Wir können im heutigen politischen Umfeld nicht erwarten, dass wir anders behandelt werden als andere Kultureinrichtungen.“

Bayreuther Festspiel-Inszenierungen in „Spar-„Versionen: Das dürfte noch für viel Wirbel sorgen, zumal auch schon beim Chor der Rotstift angesetzt wurde. Aber äußere Opulenz geht mit spannenden Regie-Konzepten ja keineswegs immer Hand in Hand.

 

Dir gefällt vielleicht

Oase der Freiheit: Wie der Balkon zum Sehnsuchtsort wurde

„Lost Weekend“: Phoebe Bridgers auf dem Gipfel ihrer Kunst

US-Schauspielerin Hayden Panettiere mit 36 Jahren gestorben

Serie „The Shards“: Schaurig schöner Albtraum

Österreich schickt Historiendrama „Rose“ ins Oscar-Rennen

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
Vorheriger Artikel Pflegereform: Finanzielle Einbußen für pflegende Angehörige?
Nächster Artikel Oase der Freiheit: Wie der Balkon zum Sehnsuchtsort wurde
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Oase der Freiheit: Wie der Balkon zum Sehnsuchtsort wurde
Kultur 17. August 2026
Pflegereform: Finanzielle Einbußen für pflegende Angehörige?
Wirtschaft 17. August 2026
Mehr junge Menschen ohne Arbeit oder Ausbildung
Wirtschaft 17. August 2026
„Lost Weekend“: Phoebe Bridgers auf dem Gipfel ihrer Kunst
Kultur 17. August 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?