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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > CSU fordert Reform: Welchen Herstellern die E-Auto-Prämie nutzt
Wirtschaft

CSU fordert Reform: Welchen Herstellern die E-Auto-Prämie nutzt

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 15. August 2026 10:47
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Des einen Freud ist des anderen Leid

Attraktive Preise sind auch notwendig, da die Autobauer hierzulande zusehends Konkurrenz aus China bekommen. Und auch das zeigen die Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes. So weisen BYD, Leap Motors und MG steile Zuwachsraten aus.

Inhaltsübersicht
Des einen Freud ist des anderen LeidCSU und Freie Wähler drängen auf neue RegelnAusweiten auf gebrauchte Stromer?

Nach einer Studie des Autoexperten Professor Stefan Bratzel ist der Anteil an reinen Stromern von deutschen Herstellern im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahresmonat von 63,5 auf 54,2 Prozent gefallen. Vor allem Volkswagen habe verloren, während Tesla, Stellantis – und zunehmend chinesische Hersteller – spürbar zugelegt haben. Seiner Meinung nach besteht die Gefahr, dass auch auf dem Heimatmarkt der deutschen Hersteller Elektroautos und chinesische Newcomer die Kräfteverhältnisse dauerhaft verschieben. Förderpolitik und Regulierung müssten so angepasst werden, dass Wertschöpfung in Europa bleibe und unfaire Praktiken eingedämmt würden, fordert Bratzel.

Und tatsächlich, ein Großteil der bis jetzt bewilligten Gelder wird Käufern ausländischer Marken gewährt, dazu gehören aber nicht überwiegend chinesische Modelle. So gab es die meisten Prämien – und zwar mehr als 6.200 – für den VW-Konzern. Dazu gehören aber auch die ausländischen Marken Skoda und Cupra. Knapp 4.600 Bewilligungen gab es für Tesla-Modelle, ein Großteil davon für Model Y-Modelle, die in Grünheide gefertigt werden, gefolgt von mehr als 3.800 für den Stellantis-Konzern. Für BYD-Modelle gab es in 1.338 Fällen eine Förderung.

CSU und Freie Wähler drängen auf neue Regeln

Der Autoexperte hält eine Kaufprämie zwar insgesamt für überflüssig, doch wenn schon, sollte sie zumindest reformiert werden. Er schlägt ein Punktesystem vor, das mit der in der EU geplanten Industrial Accelerator Act Regelung kompatibel ist, das die Produktion in Europa bei einer Förderung berücksichtigt.

Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder macht sich für eine Reform stark. Im ARD-Sommerinterview sprach sich der CSU-Politiker für eine baldige Überarbeitung im Herbst aus. Ziel sei es, dass die deutschen Hersteller deutlich mehr profitieren. Auch nach Ansicht seines Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger von den Freien Wählern zielt die neue Kaufprämie daneben. Auch er fordert eine gezielte Unterstützung der heimischen Industrie.

Ausweiten auf gebrauchte Stromer?

Vorgeschlagen wird von zahlreichen Experten zudem, dass die Prämie auch für gebrauchte Elektroautos gezahlt werden sollte. Denn dem BAFA zufolge kam rund die Hälfte der bewilligten Anträge von Haushalten mit einem zu versteuernden Einkommen bis 45.000 Euro. Und gerade dort könnten es voraussichtlich deutlich mehr sein. Denn viele private Haushalte kaufen eher Gebraucht- statt Neufahrzeuge.

Beim Verband der Deutschen Automobilindustrie VDA will man sich auf BR-Anfrage nicht zur derzeitigen Diskussion äußern. Man verweist auf ein früheres Positionspapier, in dem man sich bereits dafür ausgesprochen hat, die Prämien auch auf Gebrauchte auszuweiten.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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