Gesetzliche Krankenkassen: „Himmelschreiende Ungerechtigkeit“
Der Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, hatte vor einigen Tagen eine Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei der Terminvergabe als „himmelschreiende Ungerechtigkeit“ kritisiert und damit die Diskussion in Gang gebracht. 75 Millionen Menschen, knapp 90 Prozent der Bevölkerung, seien gesetzlich versichert und finanzierten damit den allergrößten Teil der ärztlichen Honorare, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (externer Link, möglicherweise Bezahl-Inhalt). Trotzdem würden sie bei der Terminvergabe häufig benachteiligt.
Wartezeit für gesetzlich Versicherte soll kürzer werden
„Wir müssen den Zugang zur ambulanten Versorgung so organisieren, dass Termine nach medizinischem Bedarf vergeben werden und nicht danach, wie jemand versichert ist“, mahnte Blatt. „Ärzte sollen weiterhin Privatpatienten behandeln, aber nicht automatisch bevorzugen“, sagte der GKV-Vorstandsvorsitzende. Ein gesetzlich Versicherter sollte nicht allein deshalb zwei Wochen länger warten müssen.
Mit Informationen von dpa und epd

