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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Spielzeughersteller Haba: Weitere Jobs in Gefahr
Wirtschaft

Spielzeughersteller Haba: Weitere Jobs in Gefahr

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 2. August 2024 16:02
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Der Spielwarenhersteller Haba plant weitere Stellenkürzungen. Medienberichten zufolge sollen weitere 100 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Erst zum Jahreswechsel hatte Haba 450 Stellen abgebaut.

Inhaltsübersicht
Haba: „Umsatzentwicklung deutlich hinter den Erwartungen“Insolvenz in Eigenverantwortung: 1.000 Mitarbeiter verloren JobsTrennung von Bekleidungsmarke Jako-o

Haba: „Umsatzentwicklung deutlich hinter den Erwartungen“

Bestätigen will Haba die Zahl der Mitarbeiter, die jetzt entlassen werden sollen, nicht. Auf Anfrage des BR heißt es, auf dem Prüfstand stünden IT-Kosten genauso wie Kosten für Material und Personal. Zur Begründung für die erneuten Einschnitte heißt es, die Entwicklung des Unternehmens gestalte sich derzeit schwierig. Die Umsatzentwicklung sei deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Es gelte nun schnell zu handeln. Zuerst hatte der regionale Fernsehsender TV Oberfranken [externer Link] über die offenbar geplanten Stellenkürzungen berichtet.

Nach der Spielwarenmesse in Nürnberg und der Bildungsmesse in Köln Anfang des Jahres hatte die Stimmung noch anders ausgesehen. Die Veranstaltungen hätten gezeigt, welche Relevanz das Unternehmen mit den Marken Haba und Haba Pro am Markt habe, hatte Geschäftsführer Mario Wilhelm.

Insolvenz in Eigenverantwortung: 1.000 Mitarbeiter verloren Jobs

Im Februar hatte der Spielzeughersteller mitgeteilt, das Insolvenzverfahren erfolgreich beendet zu haben. Das Familienunternehmen war im Sommer 2023 in finanzielle Schieflage geraten und hatte schließlich einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung gestellt. Rund 1.000 der ehemals 2.000 Haba-Mitarbeiter verloren seitdem ihre Jobs.

Martin Mucha, Generalbevollmächtigter der Anwaltskanzlei Grub Brugger, hatte im vergangenen Dezember gegenüber BR24 geäußert, das Unternehmen habe aus Fehlern in der Vergangenheit gelernt. Allerdings habe man auch einen „Scherbenhaufen vorgefunden, den man ordnen und sortieren“ musste. Besonders die Einführung einer Unternehmenssoftware habe in der Vergangenheit intern große Probleme bereitet.

Trennung von Bekleidungsmarke Jako-o

Im August vergangenen Jahres hatte Haba bereits angekündigt, die Modemarke Jako-o einzustellen. Im März wurde dann bekannt, dass es für die Kinder-Bekleidungsmarke doch weitergeht. So wurde bekannt, dass die Lizenz an die Connect GmbH aus Hellwege in Niedersachsen vergeben werde. „Die Connect GmbH arbeitet bereits seit 27 Jahren mit Jako-o zusammen und führt die Marke im Bereich der Funktionsmode und Textilaccessoires in eigener Verantwortung fort“, hieß es in einem Statement von Haba. Unter der Marke Jako-o waren bislang vor allem Kleidung, Taschen und Spielzeug für Kinder erhältlich.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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