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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Vielleicht kommen die Stones vor Sanierung ins Olympiastadion
Kultur

Vielleicht kommen die Stones vor Sanierung ins Olympiastadion

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 2. Januar 2025 07:48
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Viele Fans warten bereits sehnsüchtig auf die Bestätigung: Treten die Rolling Stones im Sommer wirklich im Münchner Olympiastadion auf? Schon fix ist ein Konzert von Robbie Williams, das im August dort stattfinden wird. Aber am häufigsten gehört das Stadion im nächsten Jahr nicht Musikern, sondern Bautrupps, denn das Stadion wird saniert.

Inhaltsübersicht
Stadionbaustelle ruht während der KonzerteOlympiastadion lockt Groß-Open-AirsStadtwerke halten Sanierung für „unaufschiebbar“Flutlicht und Toiletten bereits erneuertBis September läuft Betrieb im Olympiastadion weiterZeltdach als HerausforderungFröttmaninger Arena wird Ausweich-QuartierAnvisierte Wiedereröffnung im Juni 2027

Stadionbaustelle ruht während der Konzerte

Für die Stars werden die Bauarbeiter die Arbeit freilich unterbrechen. Die Baustelle ruht dann jeweils für diese Zeit. Wie oft das genau geschehen wird, ist allerdings unklar. Man habe „das eine oder andere noch in der Pipeline“, sagt Olympiapark-Sprecher Tobias Kohler. Ob es dabei tatsächlich um die Stones oder vielleicht auch noch um weitere Pläne geht, lässt er offen.

Olympiastadion lockt Groß-Open-Airs

Gebaut wurde das Stadion für die Olympischen Sommerspiele 1972. Später war es lange Heimat des FC Bayern München und bis heute wird es intensiv genutzt – auch im vergangenen Sommer. Zehn Open Airs fanden statt. Allein Taylor Swift und Coldplay haben Zehntausende in das Stadion – und noch viele weitere Tausend auf den Olympiaberg – gelockt.

Stadtwerke halten Sanierung für „unaufschiebbar“

Solche Großkonzerte, aber auch andere Kulturveranstaltungen und Sportevents haben die Bausubstanz und die technische Ausstattung des Stadions stark beansprucht. Inzwischen brauche es „unaufschiebbar eine Erneuerung“, heißt es bei den Stadtwerken. Das betreffe die Technik ebenso wie die Gebäudeausstattung und die Oberflächen.

Flutlicht und Toiletten bereits erneuert

Bereits abgeschlossen sind die Erneuerung der Flutlichtanlage und die Sanierung der sanitären Anlagen im Bereich der Gegentribüne. Diese Arbeiten wurden laut SWM noch vor den European Championships 2022 erledigt. Im Oktober 2023 hat man mit der Sanierung des Dachbelags unter der Haupttribüne begonnen. Es war der Einstieg in ein umfangreiches Maßnahmenpaket.

Bis September läuft Betrieb im Olympiastadion weiter

Heizung, Lüftung, Sanitär und Sicherheitstechnik – so umschreibt Olympiapark-Sprecher Tobias Kohler die Maßnahmen, die auch das Jahr 2025 prägen werden. Noch bis September sollen die Arbeiten „in Segmenten“ und bei laufendem Betrieb stattfinden. So sollen wenigstens Teilbereiche vor der Komplettsperrung fertiggestellt werden können. Ab Oktober 2025 wird das Stadion ganz dicht gemacht.

Zeltdach als Herausforderung

Besonders aufwändig wird die Sanierung des transparenten Olympia-Zeltdachs mit einer Fläche von 78.000 Quadratmetern. Dabei werden auch Teile der Betonkonstruktion zur Verankerung instandgesetzt. Das Olympiagelände, die Große und kleine Olympiahalle sowie die Olympia-Schwimmhalle sollen in der Zeit weiter wie gewohnt zur Verfügung stehen.

Fröttmaninger Arena wird Ausweich-Quartier

Konzerte im Olympiastadion sind dann aber definitiv erst einmal nicht mehr möglich. Um ein „Ausweichquartier“ zu haben, kooperiert die Olympiapark München GmbH mit der Allianz Arena München Stadion GmbH. 2025 wird es bereits ein Konzert der Hard-Rock-Band Guns N’Roses in der Arena geben. 2026 gastiert dort dann beispielsweise Helene Fischer – mit einer 360-Grad-Bühne in der Mitte des Fußballfelds.

Anvisierte Wiedereröffnung im Juni 2027

Im Juni 2027 soll das Olympiastadion nach den jetzigen Planungen wieder geöffnet werden. Beim Olympiaturm soll es schon gut ein Jahr früher so weit sein. Er ist aber auch bereits seit Juni 2024 wegen Sanierungsarbeiten komplett geschlossen. Brandschutz, Lüftungsanlagen, Heizungs- und Wasserrohre, die Fassade, die Küchentechnik im Drehrestaurant – alles wird auf Vordermann gebracht. Auch werden die beiden Personenaufzüge ausgetauscht.

Auch das benachbarte ehemalige Olympia-Eissportzentrum gehört zu den Baustellen im Olympiapark. Nachdem die Eishockey-Profis in die neue SAP-Arena umgezogen sind, wird es zu einem der größten Indoor-Actionsportzentren Europas umgebaut. Auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern sollen ab Ende 2025 mehr als 15 Sportarten möglich sein – von Boulder und Ninja-Warrior über Parkour und BMX bis zu Skateboard und Trampolin. Außerdem gibt es eine Multisportfläche, auf der man zum Beispiel Basketball spielen oder eine Rollschuhdisko veranstalten kann. Die Stadt rechnet mit bis zu 200.000 Besuchern im Jahr.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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