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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „September 5“ gewinnt Deutschen Filmpreis in Gold
Kultur

„September 5“ gewinnt Deutschen Filmpreis in Gold

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 10. Mai 2025 09:49
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Der Thriller „September 5“ von Tim Fehlbaum über das Olympia-Attentat 1972 in München ist beim Deutschen Filmpreis mit der Goldenen Lola ausgezeichnet worden. Das gab die Deutsche Filmakademie in Berlin bekannt. 

Inhaltsübersicht
Insgesamt neun Preise für „September 5“Lola in Silber geht an „Die Saat des heiligen Feigenbaums“Liv Lisa Fries wird beste HauptdarstellerinFilmpreis für BR-Kino-Koproduktion „Akiko, der fliegende Affe“

Insgesamt neun Preise für „September 5“

„September 5“ gewann insgesamt neun Preise, darunter Leonie Benesch für die beste weibliche Nebenrolle. Auch das Drehbuch, die Regie und der Schnitt wurden ausgezeichnet. Der Film des Schweizer Regisseurs Fehlbaum war mit zehn Nominierungen ins Rennen gegangen.

Er erzählt die Geschehnisse beim Olympia-Attentat am 5. September 1972 aus der Sicht eines US-amerikanischen Fernsehteams, das eigentlich über die Wettkämpfe berichten sollte. Stattdessen werden die Journalisten zu Live-Reportern einer Geiselnahme israelischer Sportler durch ein palästinensisches Terrorkommando. „September 5“ ist ein packendes Drama, minuziös und unaufgeregt erzählt. Bei den Oscars in diesem Jahr war der Film für das beste Original-Drehbuch nominiert, ging aber leer aus. 

Lola in Silber geht an „Die Saat des heiligen Feigenbaums“

Die Lola in Silber gewann der Politthriller „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ von Mohammad Rasoulof über die Proteste im Iran nach dem Tod der jungen Kurdin Jina Mahsa Amini im September 2022. Das Drama „In Liebe, Eure Hilde“ von Andreas Dresen räumte die Lola in Bronze ab.

Für den bewegendsten Moment des Abends sorgte die plötzliche Nachricht vom Tod Margot Friedländers. Starpianist Igor Levit rang auf der Bühne sichtlich um Fassung, als er die Holocaust-Zeitzeugin (103) mit emotionalen Worten spontan würdigte. Levit, der eigentlich für eine Laudatio für die beste Filmmusik auf der Bühne stand, rief zu einem Schweigemoment auf. Das Publikum stand auf. Immer wieder stockte Levits Stimme und er kämpfte mit den Tränen.

Liv Lisa Fries wird beste Hauptdarstellerin

Bester Hauptdarsteller wurde Misagh Zare für „Die Saat des heiligen Feigenbaums“. Sam Riley, der in dieser Kategorie gleich zweimal nominiert war („Cranko“ und „Islands“), ging stattdessen leer aus.

Auch Alexander Scheer verpasste trotz Doppelnominierung als bester Nebendarsteller („Köln 75“ und „In Liebe, Eure Hilde“) eine Auszeichnung. Stattdessen gewann Godehard Giese für „Sad Jokes“. Einen Preis für die beste weibliche Hauptrolle erhielt Liv Lisa Fries. Sie verkörpert im Film „In Liebe, Eure Hilde“ die NS-Widerstandskämpferin Hilde Coppi (1909–1943). 

Filmpreis für BR-Kino-Koproduktion „Akiko, der fliegende Affe“

Die Kino-Koproduktion „Akiko, der fliegende Affe“ von Veit Helmer (Regie und Drehbuch) wurde in der Kategorie „Bester Kinderfilm“ mit der Lola ausgezeichnet. Der Film, der am 5. Juni 2025 ins Kino kommt, entstand in Zusammenarbeit mit dem federführenden Norddeutschen Rundfunk (Redaktion: Ole Kampovski) sowie dem BR, SWR, hr, rbb und SR.

Die Geschichte um den kleinen Helden Akiko, der aus dem Zoo ausbüxt, entstand in einer einzigartigen Mischung aus Realfilm und Computeranimation, die Tiere vom Frettchen bis zum Elefanten zum Sprechen bringt. Nellie Thalbach leiht dem kleinen Äffchen ihre Stimme, es spielen außerdem u. a. : Heike Makatsch, Meret Becker und Benno Führmann.

Der Deutsche Filmpreis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen der Branche. Zur Verleihung waren rund 1.700 Gäste in das Theater am Potsdamer Platz in Berlin eingeladen, darunter auch der neue Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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