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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Der Soundtrack des russischen Krieges kriselt
Kultur

Der Soundtrack des russischen Krieges kriselt

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 2. Dezember 2025 15:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Der russische Soundtrack des Krieges kriselt. Dass Russland erfolgreiche regimetreue Musiker fehlen, zeigt allein das Angebot an die Sängerin Diana Loginowa von der Gruppe Stoptime an der Front aufzutreten. Diana Loginowa alias Naoko hätte sich damit wohl sicher eine Haftstrafe erspart, denn die Musikerin wurde zusammen mit dem Gitarristen Alexander Orlow dreimal hintereinander zu 13 Tagen Gefängnis verurteilt.

Inhaltsübersicht
Idole der Vergangenheit werden vereinnahmtDie brutale Ausschlachtung der Kunst im Zeichen des Krieges

Ihr Vergehen: Stoptime haben Songs von Musikern wie Noize MC oder Monetochka gesungen, die das russische Regime als „ausländische Agenten“ stigmatisiert hat. Und das Gefährlichste: Sie haben mit diesen Songs Menschen in St. Petersburg ein schmerzhaft vermisstes Gemeinschaftsgefühl vermittelt. Zigtausendfach wurden die Videos der Straßenauftritte im Netz deshalb geteilt. „Swetlaja Polosa“ – „Lichtstreifen“ heißt der Song von Noize MC, der verspricht: „Da vorn sind Lichter, man kann sie nur noch nicht sehen.“

Idole der Vergangenheit werden vereinnahmt

In der regimetreuen Popkultur konnte sich in den vergangenen vier Kriegsjahren tatsächlich nur Shaman durchsetzen. Sein Song „Ja Russkij“ – „Ich bin Russe“ kondensiert das, was die Begleitmusik zum Krieg leisten soll: mitreißende Volkserziehung zu Nationalstolz und Regimetreue. Doch die Pathos aufgeladene Dudelei von Stärke, Liebe, Mutterland, Himmel und Standfestigkeit in C-Dur verliert allmählich an Kraft. Ihr fehlt grundsätzlich der Glanz: Keine Poesie, keine Raffinesse.

Eine Krise, in der russische Z-Musiker Rettung bei den großen Idolen der Vergangenheit suchen. Da singt etwa Olga Kormuchina, eine Wuchtbrumme des Putin-Regimes, schamlos Viktor Zojs Kultlied „Gruppa Krovi“ – „Blutgruppe“. Der Titel ist vordergründig anschlussfähig an den national-patriotischen Taumel, doch Viktor Zoi hatte seinen poetisch-nachdenklichen, sowjetkritischen Texten eine hörbar andere Richtung gegeben.

Patriotismus, Chauvinismus, Krieg – all das war dem Sänger der Band Kino verhasst. Seine Themen waren Langeweile, Trostlosig- und Ziellosigkeit. Er forderte Veränderung – die Z-Kultur gibt nun vor, genau diese herbeizuführen. Eine dreiste Vereinnahmung.

Die brutale Ausschlachtung der Kunst im Zeichen des Krieges

Um nicht zur Armee eingezogen und wie sein Freund, der Drummer Oleg Valinsky als Soldat nach Afghanistan geschickt zu werden, hatte sich Viktor Zoi 1982 in eine psychiatrische Klinik einliefern lassen. Polina Gagarina und Olga Kormuchina indes stellen nun seine Songs ungeniert in den Dienst des Krieges.

Kukuschka – „Kuckuck“ heißt das berühmte letzte Lied Viktor Zois, das er vor seinem Tod durch einen Autounfall 1990 geschrieben hatte. Hellsichtig ruft der charismatische Sänger den Kuckuck an, wie viele Lieder noch zu schreiben seien. Außerdem will er wissen „Werde ich als Stein liegen oder als Stern brennen.“

Olga Kormuchina singt das Lied mit harter Stimme indes vor Sternen aus schwarz-orangenen Sankt-Georgs-Bändern – seit 2014 Symbol des Krieges in der Ukraine. Keine Cover-Version, sondern eine sehr unfreundliche Übernahme. Die brutale Ausschlachtung der Kunst im Zeichen des Krieges.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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