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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Hey, Taxi 2: Neues Kinderbuch von Starautor Stanišić und Sohn
Kultur

Hey, Taxi 2: Neues Kinderbuch von Starautor Stanišić und Sohn

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 8. Oktober 2024 14:49
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Mit herkömmlichen Taxis sollte hier, einmal mehr, niemand rechnen. Die Fahrzeuge, um die die Geschichten von Saša Stanišić kreisen, sind im besten Sinn des Wortes unkonventionell. Hier stehen sie nur auf einem Rad, da fungiert ein Käselaib als Reifen, dort schließlich wird ein Blatt zum Taxi.

Inhaltsübersicht
Sohn von Stanišić: Wieso denn nicht?Mit dem Taxi zurück nach Hause, nach SyrienDa trinkt ein Riese die Elbe leer

Sohn von Stanišić: Wieso denn nicht?

„Ich fand es ganz schön, dass man ein Taxi so langsam sein lässt wie die Jahreszeiten“, sagt Saša Stanišić im BR24-Gespräch. „Das war die Idee: Dass das Taxi ein Blatt auf einem Baum ist und der Fahrgast sich gedulden muss, sechs Monate warten muss, bis er an sein Ziel kommen kann – und in der Zeit bestimmte Abenteuer dort oben erlebt. Da war die Idee, eine totale Verlangsamung der Zeit als Geschichte zu erzählen.“

Die ersten Taxi-Geschichten entstanden vor einigen Jahren im Zwiegespräch zwischen dem buchpreisgekrönten Schriftsteller Saša Stanišić („Herkunft“) und seinem Sohn – und fanden zum Glück vieler Leserinnen und Leser den Weg vom Hamburger Kinderzimmer hinaus in die weite Welt. Und klar: Die Idee, eine immer wieder wilde, witzige und fröhliche Geschichte zum Gegenstand einer Taxifahrt nach Hause zu machen, ist noch lange nicht erschöpft. Die Frage, warum Stanišić und sein Sohn einen zweiten Band von „Hey, hey, hey Taxi“ schreiben wollten, weist Nikolai, 9 Jahre alt, denn auch charmant zurück: „Die Frage ist doch: warum nicht?“

Mit dem Taxi zurück nach Hause, nach Syrien

Dass es ein neues Buch mit Taxi-Abenteuern gibt, einmal mehr aufregend, farbenfroh und teilweise doppelseitig illustriert von Katja Spitzer – das ist aber auch der Post zu verdanken. Saša Stanišić erzählt, dass er nach der Veröffentlichung von „Hey, hey, hey Taxi“ viele Briefe von Kindern erhielt – und viele davon: eigene Taxi-Geschichten.

„Auf jeden Fall war das ein interessanter Einblick in die Lebenswelt von Kindern“, sagt er. „Angefangen von sehr banalen Geschichten, die mit dem Alltag zu tun haben, bis hin zu traurigen Geschichten. Ein Mädchen aus Syrien hat geschrieben, dass es mit dem Taxi nach Hause fahren will. Und es kamen auch viele Ideen, Reisen in die Zukunft, Reisen ins Weltall. Das fand ich schön, dass die Fantasie da grenzenlos zu sein scheint.“

Da trinkt ein Riese die Elbe leer

Das gilt auch für die Taxis, die nun wiederum von Saša und Nikolai Stanišić auf die Reise geschickt werden. Einige der Geschichten hat Nikolai Stanišić geschrieben, etwa über die „sümbathische Kastanie“ – sümpathisch, nicht sympathisch.

Andere der Figuren in diesen Taxi-Geschichten sind schon aus dem ersten Band bekannt: Odjo Odjo zum Beispiel. Er wird immer gerufen, wenn jemand in Not ist, wenn ein Riese zum Beispiel die Elbe bei Hamburg leer trinkt. Oder der feuerspeiende Drache Sören, der nicht wirklich ein „s“ aussprechen kann und mit ihm der Zwerg Fieberthermometer, der liebend gerne klaut und nun selbst geklaut wird.

Neu auf den Straßen ist etwa Müggi, eine Mücke, die endlich als Künstlerin anerkannt sein möchte. Große Erzählfreude also, die Vater und Sohn hier an den Tag legen – fantasievoll, philosophisch und herrlich spinnert. Bestens geeignet zum Vorlesen ab 3 Jahren und zum selber lesen von 6 bis 14 Jahren.

Saša und Nikolai Stanišić: „Hey, hey, hey Taxi! 2“. Mit Illustrationen von Katja Spitzer. Mairisch Verlag, 20 Euro.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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