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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Taylor Swift live in München: Ein bisschen normal war’s auch
Kultur

Taylor Swift live in München: Ein bisschen normal war’s auch

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 28. Juli 2024 08:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Zehn Akte, 45 Songs

„The Eras Tour“ ist aufgebaut wie ein Theaterstück, wie eine Varieté-Show in zehn Akten, ihren Schaffensperioden. 45 Songs, manche gekürzt, gibt Taylor Swift zum Besten. Sie habe ein Ziel, sagt sie zu Beginn ihrer Show: Viele ihrer Songs handeln von ihrem Leben, von ihren Gefühlen oder ihren Fantasiewelten. Aber ihr Ziel sei, wenn ihre Fans die Songs in Zukunft hören, dann sollen sie sich an diesen einen Abend erinnern.

Inhaltsübersicht
Zehn Akte, 45 SongsAkrobatische Einlagen und schroffe TänzerTaylor Swift in Perfektion

Musikalisch fallen nur ihre düsteren Elektro-Pop-Songs „… Ready For It?“ und „Look What You Made Me Do“ etwas aus dem Rahmen. Und es sind nicht nur ihre Hits aus dem Radio, die begeistern.

Akrobatische Einlagen und schroffe Tänzer

Die Bühne ist gigantisch, die Videowand riesengroß und auch der Boden des langen Laufstegs ist ein einziger LED-Bildschirm. Eine Holzhütte im Wald liefert die Szene für die Songs aus ihren Alben „Folklore“ und „Evermore“ und Taylor Swift wird zur Waldfee auf dem grün bewachsenen Dach.

Die coolste Showeinlage kommt nach ihrem Akustik-Set: Taylor Swift springt in eine Öffnung des Bodens, vorwärts in bester athletischer Haltung, so als würde sie in ein Schwimmbecken springen. Tatsächlich sieht es so aus, als würde sie unter der Bühne durchschwimmen – tolle Action, toller Trick, ein spektakulärer Stunt.

Taylor Swift teilt sich die Bühne mit ihrer diversen Crew aus mehr als einem Dutzend Tänzern und Tänzerinnen. Die bestechen auch durch ihre Mimik und haben auch mal eine Nebenrolle. Bei ihrem Hit „We Are Never Ever Getting Back Together“ etwa fragt sie mittendrin einen ihrer Tänzer, und der antwortet dann immer etwas in der Landessprache. In Gelsenkirchen war es „Kannste knicken“, in Hamburg „Auf gar keinen Fall“. Und in München: „Verpiss dich.“ Eine Szene, die viral gehen dürfte.

Alles ist durchgestylt, in allem steckt Bedeutung: Was Taylor Swift während der Show trägt, erinnert an ihre jeweiligen Alben und Videos – von Märchenprinzessin über glitzerndes Hochzeitskleid und Cheerleader-Outfit (die „1989“-Ära) bis Vamp im glitzernden Schlangenlook (die „Reputation“-Ära).

Taylor Swift in Perfektion

„Schön, euch zu sehen“, sagt Taylor Swift auf Deutsch zur Begrüßung. Sie strahlt, als gebe es auch am 122. Abend ihrer Tournee nichts Schöneres, als Taylor Swift zu sein und eine Show für 74.000 Fans zu spielen. Fast dreieinhalb Stunden steht sie auf der Bühne. Ihre „The Eras Tour“ beeindruckt mit Perfektion, mit Liebe zum Detail, mit überraschenden Showeinlagen.

Beim vorletzten Song beginnt es zu regnen, „It’s raining“, sagt Taylor Swift mittendrin und freut sich. Sie liebt bekanntlich Regenkonzerte. Und wenn sie lächelt, was sie nicht so häufig tut, menschelt es auch.

Ihr erstes München-Konzert war lange, das war vorab bekannt, aber auch sehr kurzweilig. Man möchte zurückspulen, mit so vielen Eindrücken geht man nach Hause. Der Konzertfilm zur Tour kam schon vergangenes Jahr raus.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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