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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Tiefes Meer: Richard Powers und sein Roman „Das große Spiel“
Kultur

Tiefes Meer: Richard Powers und sein Roman „Das große Spiel“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 2. Oktober 2024 15:49
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Wird die kleine Insel noch einmal zum Spielfeld internationaler Investoren? Vor dieser Frage stehen die 80 Bewohner von Makatea, mitten im Pazifischen Ozean. Bis in die 1960er-Jahre wurde dort rücksichtslos Phosphat abgebaut. Nun könnte eine Basis für ein gigantisches Wohnprojekt auf dem Meer entstehen. Es kann der Insel einerseits Wohlstand bringen, sie gleichzeitig aber tiefgreifend verändern.

Inhaltsübersicht
Das Monster Kapitalismus in verschiedener GestaltEin Computer-Pionier als Alter Ego von Richard PowersZwei Freunde und das große SpielDas bedrohte Zauberreich im Ozean

Das Monster Kapitalismus in verschiedener Gestalt

Die Bewohner sollen über das sogenannte „Seasteading“, den Bau von schwimmenden Wohn- und Lebensstätten auf dem Wasser, abstimmen. Das ist die Rahmenhandlung von Richard Powers‘ Roman „Das große Spiel“. „Wofür entscheidest du dich?“, formuliert der amerikanische Schriftsteller eine der großen Fragen des Romans. „Für ein Krankenhaus und eine Schule? Für ein komfortableres Leben? Oder möchtest du, dass die Insel sich weiterhin erholt von den Folgen des früheren Rohstoffabbaus? Das ist die politische Herausforderung. Makateas politische Krise ist unsere Krise. Es die Frage für den gesamten Globus.“ Das Monster Kapitalismus zeigt sich in Richard Powers Roman in verschiedener Gestalt: In den „Seasteading“-Plänen, in den verlassenen Minen auf der Insel, im Plastik-Müll, der an den Stränden von Makatea liegt. Und ebenso in der Welt, aus der Todd Keane, eine der Hauptfiguren, stammt.

Ein Computer-Pionier als Alter Ego von Richard Powers

Keane ist ein Pionier der Computer-Technologie und mit der Entwicklung von Software stinkreich geworden. An einer unheilbaren Krankheit leidend diktiert er einer KI die Lebensgeschichte – eine Erzählebene im Roman. Richard Powers sagt, diese Figur sei in vieler Hinsicht ein Alter Ego. Wie er stammt auch Keane aus der North Side von Chicago. „Seine Familie ist viel wohlhabender als meine“, erzählt Richard Powers. „Wir waren eher Eindringline in der North Side. Wir beide teilen aber auch den frühen Traum, dass wir die Welt unter Wasser erforschen können. Und es gibt eine Verbindung, die mit dem Beginn der digitalen Revolution zusammenhängt. Wie ich war Keane total fasziniert vom Programmieren.“

Zwei Freunde und das große Spiel

Später studiert Todd Keane – wie Richard Powers – an der University of Illinois. Ebenso Rafi Young, die zweite Hauptfigur. Er ist schwarz und stammt aus dem armen Süden Chicagos. Als kleiner Junge wird er von seinem Vater zum Lesen gedrillt, daraus erwächst aber eine große Liebe zur Literatur. Rafi besucht, keineswegs selbstverständlich für ein Kind seiner Herkunft, eine private katholische Schule und lernt dort Todd kennen. Die beiden Schüler werden Freunde und fanatische Schach- und Go-Spieler. „Das große Spiel“ erzählt auch von der Faszination des Spielens. „Vom Intellekt her unterscheiden sie sich in einigen Punkten“, so Richard Powers. „Todd tendiert zum Technologischen, er profiliert sich in der Informatik. Rafi ist zuallererst ein Humanist. Es ist auch ein Wettstreit zwischen zwei unterschiedlichen Sichtweisen auf die Welt.“

Das bedrohte Zauberreich im Ozean

Die Freundschaft zwischen Rafi und Todd zerbricht eines Tages, das Spiel der beiden gegeneinander geht weiter und führt zu den „Seasteading“-Plänen. Zwei weitere Figuren sind mit diesem Duo verbunden: Ina Aroita, Bildhauerin, Rafis Frau, sie und ihre Kinder leben auf Makatea. Und Evelyne Beaulieu, seit der Kindheit begeisterte Taucherin, eine Pionierin der Meeresforschung. Mit ihrer Geschichte, inspiriert durch die Biographie der amerikanischen Ozeanographin Sylvia Earle, führt Richard Powers seine Leserinnen und Leser hinab in die Tiefe des Meeres, auf die Hauptbühne des Lebens, wie es heißt in „Das große Spiel“. Ein vielschichtiger Roman, der daran erinnert, wie beeindruckend dieses Reich unter Wasser ist. Und ebenso daran, dass wir uns sorgen müssen um die Zukunft dieses übergroßen Teils der Erde.

Richard Powers Roman „Das große Spiel“ erscheint im Penguin-Verlag, in der Übersetzung von Eva Bonné. 512 Seiten kosten 26 Euro. Am 11. November ist Richard Powers zu Gast in München, im Literaturhaus.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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