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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > „Ändere dein Passwort“-Tag: Warum Ändern allein nichts bringt
Netzwelt

„Ändere dein Passwort“-Tag: Warum Ändern allein nichts bringt

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 1. Februar 2025 12:51
Von Benjamin Lehmann
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3 min. Lesezeit
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Die wahren Probleme mit Passwörtern

Immer wieder gelangen große Mengen geknackter Passwörter ins Internet. Das eigentliche Problem dabei: Viele Menschen verwenden für verschiedene Dienste das gleiche Passwort. Wird eines dieser Dienste gehackt, haben Kriminelle potenziell Zugriff auf alle Konten mit demselben Passwort. Hinzu kommt, dass die beliebtesten Passwörter seit Jahren die gleichen sind – „123456“ führt diese unrühmliche Liste regelmäßig an.

Inhaltsübersicht
Die wahren Probleme mit PasswörternModerne Alternativen zum Passwort-WechselDie Zukunft der digitalen IdentitätWas Nutzer heute wirklich tun sollten

Auch bei der Wahl der Passwörter selbst halten sich hartnäckige Mythen: Viele Dienste zwingen ihre Nutzer noch immer, Sonderzeichen und Zahlen in ihr Passwort einzubauen. Dabei zeigen Studien schon lange: Die schiere Länge eines Passworts ist der wichtigste Faktor für dessen Sicherheit. Ein einfacher Satz wie „ichfahrefahrradimmernurmithelm“ ist deutlich schwerer zu knacken als ein kurzes Passwort mit vielen Sonderzeichen wie „K@tze123!“.

Moderne Alternativen zum Passwort-Wechsel

Statt regelmäßiger Passwortänderungen empfehlen Experten heute andere Strategien: Passwort-Manager wie der Google-Passwortmanager oder die Open-Source Alternative Bitwarden etwa generieren für jeden Dienst ein eigenes, komplexes Passwort und speichern es sicher verschlüsselt. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung fügt eine zweite Sicherheitsebene hinzu, meist in Form einer Bestätigung per Smartphone.

Die Zukunft der digitalen Identität

Mit Passkeys ist eine sichere und bequemere Alternative zu Passwörtern eigentlich auch schon längst verfügbar. Diese neue Form der Anmeldung koppelt den Zugang über eine lokale Sicherheitsdatei an bestimmte Geräte und deren biometrische Sensoren. Statt ein Passwort einzugeben, entsperren Nutzer ihre Konten etwa per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Große Plattformen wie Google, Apple und Microsoft setzen bereits auf diese Technologie.

Was Nutzer heute wirklich tun sollten

Statt blindem Passwort-Wechsel empfehlen Sicherheitsexperten: Aktivieren Sie – wo möglich – die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Nutzen Sie einen Passwort-Manager, um für jeden Dienst ein eigenes, sicheres Passwort zu verwenden. Und ändern Sie Passwörter gezielt dann, wenn es einen konkreten Anlass gibt – etwa nach einem bekannt gewordenen Datenleck.

Ob die eigene E-Mail-Adresse in der Vergangenheit Teil eines Datenlecks war, lässt sich leicht über den Online-Dienst „Have I been pwned?“ überprüfen. Statt aus Moskau3 Moskau4 zu machen, könnte der „Ändere dein Passwort“-Tag so eine gute Gelegenheit sein, die eigene Passwort-Strategie ganz grundsätzlich zu überdenken.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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