Was passiert beim Ghost Pairing?
Sobald sie einmal das Konto geentert haben, können die Betrüger Nachrichten auslesen oder selbst Nachrichten verschicken – wie jeder normale Nutzer auch. Im jüngsten Fall in Neustadt an der Waldnaab ist genau das passiert. Die Betrüger nutzten das gekaperte Konto, um Kontakte des Opfers nach Geld zu fragen. Einer der Kontakte überwies dann tatsächlich einen hohen dreistelligen Betrag.
Das Perfide dabei: Ghost Pairing fällt oft tage- oder wochenlang gar nicht auf, da das Opfer erst einmal nichts davon mitbekommt.
Wie schützt man sich vor Ghost Pairing?
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen Ghost Pairing sind die gleichen wie gegen die meisten Betrugsangriffe: Genau hinsehen und vorsichtig sein. Links nur anklicken, wenn man sicher ist, dass diese echt sind – und besonders vorsichtig damit umgehen, wenn man die eigene Handynummer angeben soll. Selbstverständlich sollte man auch niemals WhatsApp-Bestätigungscodes an Dritte weitergeben.
Ob bereits ein fremdes Gerät mitliest, kann man übrigens in nur wenigen Sekunden überprüfen. In den WhatsApp-Einstellungen gibt es den Punkt „Verknüpfte Geräte“. Taucht dort ein Laptop oder Browser auf, den man nicht kennt, sollte man ihn sofort abmelden.

