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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Bosch-Rexroth: Weniger Stellen werden abgebaut
Wirtschaft

Bosch-Rexroth: Weniger Stellen werden abgebaut

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 2. Dezember 2024 16:53
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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An den Bosch-Rexroth-Standorten Schweinfurt und Volkach werden deutlich weniger Stellen abgebaut, als ursprünglich geplant. Das teilen Betriebsrat, IG Metall und Unternehmen am Montag mit. Statt 240 Arbeitsplätze sollen nun bis Ende 2028 nur noch 160 Arbeitsplätze gestrichen werden. „Der Stellenabbau in Fertigung, Entwicklungs- und Verwaltungsbereichen wird sozialverträglich erfolgen,“ heißt es in einer Pressemitteilung vom Unternehmen wörtlich. Am Standort Schweinfurt arbeiten rund 1.300 Menschen, rund 370 sind es im zu Schweinfurt gehörenden Werksteil Volkach im Landkreis Kitzingen.

Inhaltsübersicht
Fertigung am Standort Schweinfurt überzeugt durch QualitätVorerst keine Produktionsverlagerung von Schweinfurt ins AuslandSituation am Standort Augsfeld noch unklarUnternehmen und Belegschaft wollen flexibler auf Unterauslastung reagieren

Fertigung am Standort Schweinfurt überzeugt durch Qualität

In Schweinfurt wird etwa für Maschinenbauunternehmen Technik produziert, damit bei den Kunden beispielsweise Werkzeuge zu den Werkstücken geführt werden. Sebastian Schierling, der Betriebsratsvorsitzende von Bosch-Rexroth am Standort Schweinfurt, macht für den Verhandlungserfolg vor allem Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter vor Ort verantwortlich.

Demnach hat sich die Unternehmensleitung dazu entschlossen, auf die Fertigung eines Produktes sowohl in Rumänien als auch in Schweinfurt zu verzichten. Laut Schierling werden nun Produktionsanlagen in Rumänien wieder abgebaut und zurück nach Schweinfurt gebracht. Ferner werde auch auf eine Fertigung in China verzichtet, „die teuersten Anlagen“ würden nach Schweinfurt gebracht. „Das war Gegenstand unserer Vereinbarungen“, sagte Schierling wörtlich. Auch Investitionen in den Standort würden verdreifacht.

Vorerst keine Produktionsverlagerung von Schweinfurt ins Ausland

Auch auf einen geplanten Verlagerungsschritt von 40 Prozent der bisherigen Produktion in Schweinfurt nach Rumänien hat das Unternehmen laut Schierling verzichtet. Von geplant 40 Arbeitsplätzen, die am Standort Volkach gestrichen werden sollten, konnten durch Verhandlung laut Schierling 35 gerettet werden. Reiner Gehring, 2. Bevollmächtigter der IG Metall in Schweinfurt, hofft, dass dieses Verhandlungsergebnis nun auch Einfluss auf andere Unternehmen in Schweinfurt hat, bei denen Stellen gestrichen werden sollen.

Situation am Standort Augsfeld noch unklar

Am Bosch-Rexroth-Standort Augsfeld im Landkreis Haßberge sollen, wie berichtet, 135 Stellen gestrichen werden. Dort sind laut Unternehmen noch keine Verhandlungen angelaufen. Zu dem reduzierten Stellenabbau bei Bosch-Rexroth in Schweinfurt heißt es von Pablo Catalán, Kaufmännischer Leiter Business Unit Lineartechnik von Bosch Rexroth: „Nach konstruktiven Gesprächen mit unserem Betriebsrat haben wir nun einen gemeinsamen Weg gefunden, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.“

Unternehmen und Belegschaft wollen flexibler auf Unterauslastung reagieren

Bosch Rexroth zufolge bleibt die konjunkturelle Unterauslastung kurzfristig als Herausforderung bestehen. Das Unternehmen will seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern und setzt auf eine schlankere Verwaltung und stärkere Automatisierung in der Fertigung. Zudem haben Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite vereinbart, die Standorte mithilfe von leistungs- und flexibilitätssteigernden Maßnahmen marktgerechter als bisher steuern zu können. Um den Stellenabbau umzusetzen, hat Bosch Rexroth mit den Arbeitnehmervertretern freiwillige Maßnahmen vereinbart, beispielsweise den Nichtersatz von Fluktuation, Altersteilzeitregelungen oder Vorruhestandsangebote.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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