WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Gestrichene Lufthansa-Flüge: Bleiben Kunden auf Kosten sitzen?
    23. April 2026
    Spritpreise belasten Unternehmen: „Für viele der Genickbruch“
    23. April 2026
    Lieferengpässe bei Arznei – Wie ist die aktuelle Lage?
    23. April 2026
    Bar oder Karte: Wie zahlt Bayern?
    23. April 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    John Ternus übernimmt Apple – und eine riesige Aufgabe
    21. April 2026
    Humanoide Roboter sind jetzt schneller als Menschen – na und?!
    21. April 2026
    Schlechtes Handynetz? Neue Funkloch-App liefert den Beweis
    20. April 2026
    #Faktenfuchs: Wie viele Fake-Profile gibt es auf Social Media?
    17. April 2026
    Amazon kauft Satelliten-Firma Globalstar: Was steckt dahinter?
    15. April 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Was hilft wirklich gegen hohe Benzinpreise?
    23. April 2026
    Änderungen beim Hautkrebs-Screening: Was gilt, was soll kommen?
    23. April 2026
    Dinosaurier: Neue Art in Patagonien entdeckt
    23. April 2026
    Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt
    22. April 2026
    Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt
    22. April 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Die Mona Lisa kann nichts dafür: Dan Browns „Da Vinci Code“
    23. April 2026
    Isabelle Huppert brilliert in „Die reichste Frau der Welt“
    23. April 2026
    Warum das Biopic „Michael“ die Missbrauchsvorwürfe ausspart
    22. April 2026
    Klaus Kinski und Werner Herzog: Was geschah wirklich?
    22. April 2026
    „The Boys“: Wie „Homelander“ den US-Imperialismus demontiert
    21. April 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Lösungen für den Pflegenotstand? Es gibt sie
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Lösungen für den Pflegenotstand? Es gibt sie
Wirtschaft

Lösungen für den Pflegenotstand? Es gibt sie

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 24. November 2024 17:52
Von Christin Freitag
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Ursula Ruppel aus München feiert ihren 86. Geburtstag. Doch viel bekommt sie davon nicht mit. Sie ist seit sechs Jahren dement und lebt trotz ihrer Erkrankung selbstständig daheim. Vorwiegend kümmert sich ihre Tochter Pascale Ruppel um sie. Das klappt nur dank eines ausgeklügelten Netzwerks.

Inhaltsübersicht
Immer mehr pflegebedürftige MenschenMitmachheim: Weniger Pflegepersonal, Aufgaben für die BewohnerAlternatives Pflegekonzept könnte scheitern – wegen Politik

Dazu gehören ein Pflegedienst, eine Tagespflege und zusätzliche Buchungen wie beispielsweise Krankengymnastik. Längst zahlt die Familie privat drauf, deshalb schaut Pascale Ruppel auf jeden Cent, den sie ausgibt: „Wenn nur das Pflegegeld da wäre, dann könnte meine Mutter nur zweimal oder dreimal in der Woche in die Tagespflege gehen, sie braucht aber definitiv mehr.“ Pascale Ruppel fordert mehr Ausgleich für ihren Einsatz. „Eigentlich ruht sich die Politik auf den Schultern der Angehörigen aus. Weil: die Arbeit müsste sonst jemand anders machen und man müsste die Person bezahlen.“

Immer mehr pflegebedürftige Menschen

Was Ruppel erzählt, betrifft in Deutschland immer mehr Menschen. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen verdoppelt: Sie liegt bei mehr als fünf Millionen Menschen. Die Pflegeversicherung steht kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Mehr als drei Viertel der Pflegebedürftigen werden von der Familie versorgt. Doch auch Angehörige kommen an ihre Grenzen.

Noch werden 4,1 Millionen Menschen von Angehörigen und Pflegediensten gepflegt. Rund 790.000 Menschen leben in Heimen. In 30 Jahren, also 2055, werden 6,8 Millionen Menschen pflegebedürftig sein, so die offizielle Prognose. 280.000 Pflegekräfte bedarf es bis 2049.

Die Einrichtungen der Diakonie werden mit Anfragen nach bezahlbaren Heimplätzen überhäuft. Das Diakonische Werk Bayerns fordert neue Lösungsansätze, wie Vorständin Sandra Schuhmann betont. „Einfach mal über den Tellerrand schauen, und einfach mal Projekte ausprobieren, learning by doing machen.“ So wie es bisher war, sei es gut, aber es werde nicht für die Zukunft reichen, so Schuhmann.

Mitmachheim: Weniger Pflegepersonal, Aufgaben für die Bewohner

Learning by Doing – genau das probiert eine Pflegeeinrichtung in Whyl am Kaiserstuhl (externer Link) seit acht Jahren: Das Heim ist ein Modellprojekt mit einem einmaligen Konzept, genannt „stambulant“. 56 Bewohnerinnen und Bewohner leben dort in vier Wohngruppen. Je nach eigener Kraft packen die Senioren mit an, wo sie können, etwa für das gemeinsame Mittagessen. So ist der Bedarf an Pflegekräften geringer, die Kosten dadurch niedriger. Heinz Siebold ist schon 90 Jahre alt und kam im Rollstuhl. Inzwischen geht es wieder ohne.

„Es kommen viele Bewohner, die am Anfang, wenn sie hierherkommen, eigentlich sagen, sie kommen zum Sterben“, sagt Geschäftsführer Kaspar Pfister. Und dann merke man, da gibt es auch etwas zu tun. „Man braucht mich, ich darf was machen, und dann entsteht ein Gefühl des Wichtigseins, der Wertschätzung.“

Alternatives Pflegekonzept könnte scheitern – wegen Politik

Die Bewohner profitieren also von diesem besonderen Konzept. Gabriele Iber ist zu Besuch bei ihrer 94-jährigen Tante. Sie kümmert sich um die Wäsche. Auch das gehört zum System aus ambulanter und stationärer Pflege und senkt die Kosten. „Mir gefällt, dass man sich hier einbringen kann“, sagt Gabriele Iber.

Aber schon im Dezember könnte dieses einmalige Mitmachheim in dieser Form enden – weil die Politik keine Entscheidung trifft. „Wir brauchen die Erlaubnis“, erklärt Pfister „Das ist offensichtlich viel schwerer, als ich es mir jemals hätte vorstellen können.“ Bald könnten sich hier die Kosten auf 4.000 statt der bisherigen 2.700 Euro belaufen. Für viele wäre es dann nicht mehr bezahlbar.

 

Dir gefällt vielleicht

Gestrichene Lufthansa-Flüge: Bleiben Kunden auf Kosten sitzen?

Spritpreise belasten Unternehmen: „Für viele der Genickbruch“

Lieferengpässe bei Arznei – Wie ist die aktuelle Lage?

Bar oder Karte: Wie zahlt Bayern?

Pflegereform: Was tun, wenn das Geld fürs Pflegeheim fehlt?

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Generation Smartphone: Was tun gegen die Computer-Inkompetenz?
Nächster Artikel Fällt der Winter aus? So gut sind die Jahreszeitenvorhersagen
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Was hilft wirklich gegen hohe Benzinpreise?
Wissen 23. April 2026
Gestrichene Lufthansa-Flüge: Bleiben Kunden auf Kosten sitzen?
Wirtschaft 23. April 2026
Änderungen beim Hautkrebs-Screening: Was gilt, was soll kommen?
Wissen 23. April 2026
Dinosaurier: Neue Art in Patagonien entdeckt
Wissen 23. April 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?