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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Was verdient ein Feuerkünstler? — Lohnt sich das?
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Was verdient ein Feuerkünstler? — Lohnt sich das?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 16. Februar 2026 09:49
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Chris lebt seinen Traum als Feuerkünstler und schafft Kunst aus Flammen und Musik. Gemeinsam mit seinem langjährigen Kumpel und Geschäftspartner René hat Chris vor gut zehn Jahren „Freaks on Fire“ gegründet. Ihr Beruf: Shows mit Feuer aufführen – eine Mischung aus ausgeklügelter Akrobatik und Technik.

Inhaltsübersicht
Feuershows für 1.500 bis 4.000 EuroEin Beruf außerhalb der NormKrankenkasse für KünstlerWas verdient ein Feuerkünstler?

Feuershows für 1.500 bis 4.000 Euro

Die Arbeit haben sich die beiden aufgeteilt: Chris pflegt gerne den Kundenkontakt, während René meistens in der Werkstatt die Shows technisch vorbereitet. Die Kosten pro Show variieren, je nachdem, wie viel „Feuer“ drinsteckt. Die Kosten für eine größere Show mit drei bis vier Personen und Flammenwerfer-Einsatz gibt es für 3.000 bis 4.000 Euro. Eine Show mit zwei Personen – ohne Flammenwerfer – gibt es schon für 1.500 Euro. Je größer die Show, desto länger die Vorbereitung nach diesem Prinzip: Soundsystem aufbauen, Requisiten und Flammenwerfer prüfen, Sicherheits-Check und Aufwärmen.

Ein Beruf außerhalb der Norm

„Ich war ein schwieriges Kind“, erzählt Chris über sich. Er besuchte die Hauptschule und machte danach eine Lehre zum Lagerlogistiker. Er merkte schnell: Den Job will er nicht ewig machen. Er macht sich mit seinem Hobby selbstständig und wird Feuerkünstler. Gemeinsam mit René gründet er eine Firma. Seit 2015 können beide von ihrer Feuerkunst leben.

Krankenkasse für Künstler

Chris und René sind als Künstler speziell versichert. Die Künstlersozialkasse (KSK) (externer Link) versichert bei künstlerischen Berufen. Dabei übernimmt sie im Fall der Feuerkünstler den Arbeitgeberteil zur Sozialversicherung, also der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Wie viel man zahlt, bemisst sich am Einkommen.

Selbstständige Künstler wie Chris und René zahlen nur die Hälfte der fälligen Beiträge, den Rest zahlt die KSK – ähnlich wie der Arbeitgeber bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern. Finanziert wird dies zu 20 Prozent durch den Bund und zu 30 Prozent durch Abgaben kunstverwertender Betriebe wie Verlage und Agenturen. Chris zahlt 465 Euro monatlich für die Versicherung in der KSK. Und sorgt auch noch privat vor, indem er 270 Euro monatlich für eine private Rentenversicherung ausgibt.

Was verdient ein Feuerkünstler?

Der Umsatz von Chris und René lag 2024 bei 188.227 Euro. Ihre Betriebsausgaben lagen bei 79.977 Euro. Somit erwirtschafteten sie einen Gewinn vor Steuern von 108.250 Euro. René und Chris haben eine GBR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Das bedeutet, dass der Gewinn vor Steuern auf beide aufgeteilt wird und sie jeweils auf ihren Anteil Einkommenssteuer zahlen müssen. Die Hälfte sind also rund 54.125 Euro vor Steuern. Nach Steuern sind das ca. 44.500 Euro. Pro Monat hätte Chris damit 3.708 Euro zur Verfügung. Chris zahlt sich allerdings nur insgesamt 2.800 Euro aus, der Rest verbleibt in der Firma. 2025 war für die beiden sogar so erfolgreich, dass sie sich einen Bonus in Höhe von 10.000 Euro ausgezahlt haben.

„Ich bin Feuer und Flamme für meinen Job“, erzählt Chris passend. Für ihn ist sein Beruf weitaus mehr als ein Einkommen, welches ihm sein Leben finanziert. Chris freut es, Zuschauer in seiner Nische begeistern zu können und sich dabei selbst kreativ auszudrücken zu können.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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