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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Deutlich strenger: Lebensmittelampel „Nutri-Score“ neu berechnet
Wissen

Deutlich strenger: Lebensmittelampel „Nutri-Score“ neu berechnet

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 30. Januar 2026 14:47
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Vom grünen „A“ bis zum roten „E“: Der „Nutri-Score“ auf einem Lebensmittel soll es Verbrauchern im Supermarkt einfacher machen, Produkte zu vergleichen und das gesündere auszuwählen. 2020 wurde die Lebensmittelampel eingeführt. Doch die hatte einige Schwachpunkte, daher wurde die Berechnungsformel hinter der Kennzeichnung nachgebessert.

Inhaltsübersicht
Zucker gibt Minuspunkte, Ballaststoffe und Eiweiß werten aufNeuer Nutri-Score: Sichtbare Folgen im SupermarktWo der Nutri-Score an Grenzen stößtGesunde Ernährung: mehr als individuelle Verantwortung

Zucker gibt Minuspunkte, Ballaststoffe und Eiweiß werten auf

Unter anderem der Salz- und Zuckergehalt von Lebensmitteln schlägt jetzt stärker negativ zu Buche. Damit sollen wissenschaftliche Erkenntnisse besser abgebildet werden: So steht Zucker in Zusammenhang mit der Entwicklung von Adipositas (externer Link), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (externer Link), Diabetes (externer Link) und sogar Erkrankungsprozessen im Gehirn (externer Link). Übermäßiger Salzkonsum gilt ebenfalls als Risikofaktor, zum Beispiel für Bluthochdruck.

Mehr Pluspunkte im Nutri-Score gibt es dafür bei hohem Eiweiß- oder Ballaststoffgehalt. Bei den Ballaststoffen wurde gleichzeitig die Schwelle für eine gute Bewertung höher: Ballaststoffe wirken sich jetzt erst ab 3 g pro 100 g positiv auf den Nutri-Score eines Lebensmittels aus, vorher waren es 0,9 g. „Ein richtiger Schritt“, findet Dr. Tim Hollstein, Stoffwechselforscher und Arzt am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. „Allerdings bin ich dafür, dass man ballaststoffreiche Lebensmittel noch prominenter und besser deklarieren sollte, denn das sind die gesunden Lebensmittel, die wir essen sollten. Wir empfehlen idealerweise 30 g pro Tag, die meisten Menschen erreichen das nicht.“

Neuer Nutri-Score: Sichtbare Folgen im Supermarkt

Die neue Bewertung hat für viele Produktgruppen sichtbare Konsequenzen, so Anja Schwengel-Exner von der Verbraucherzentrale Bayern: „Bei einigen Cornflakes-Produkten und Instant Kakaopulver ist die Bewertung von B auf D gerutscht wegen des hohen Zuckergehalts.“ Wegen des hohen Salzgehalts ging es auch für Salami-Pizzen bergab, die strengere Ballaststoff-Regel verschlechtert den Nutri-Score von Sandwich-Toast.

„Als vertane Chance würde ich den Süßstoff sehen“, kritisiert Ökotrophologin Susanne Schmidt-Tesch von der TU München. Süßstoffe geben bei Getränken jetzt Minuspunkte. „Aber das gibt es natürlich auch zum Beispiel bei Protein-Puddings oder Riegeln. Das ist unverständlich.“

Wo der Nutri-Score an Grenzen stößt

Trotzdem bleiben grundlegende Probleme: Ein häufiges Missverständnis sei die Annahme, ein grünes „A“ bedeute automatisch „gesund“. Tatsächlich vergleicht der Nutri-Score aber nur Produkte innerhalb einer Kategorie, erklärt Stoffwechselforscher Hollstein. „A“ sage deshalb nicht aus, dass dieses Lebensmittel besonders gesund sei – sondern nur, dass es im Vergleich zu ähnlichen Produkten in dieser Kategorie besser abschneide. „Aber wenn man zum Beispiel Cornflakes vergleicht, da macht es Sinn, die Cornflakes zu nehmen mit dem besseren Nutri-Score“, rät er.

Ein weiteres Problem sei die Freiwilligkeit der Kennzeichnung, meint Verbraucherschützerin Schwengel-Exner: „Wenn ich den Nutri-Score nicht auf jedem Produkt finde, kann ich auch nicht vergleichen“. Einzelne Unternehmen wie Danone hätten sogar angekündigt, den Nutri-Score bei bestimmten Produkten nicht mehr zu nutzen. Deshalb fordern die Verbraucherzentralen eine verpflichtende Kennzeichnung auf allen verpackten Lebensmitteln.

Gesunde Ernährung: mehr als individuelle Verantwortung

US-Ernährungsforscher Kevin Hall ist der Meinung, dass Kennzeichnungen auf Lebensmitteln nur ein Baustein im Kampf für eine gesunde Ernährung sein können: Er kritisiert die starke Fokussierung auf die individuelle Verantwortung bei Ernährungsfragen.

Was wir essen, sei vor allem stark vom Umfeld (externer Link) bestimmt: In einer Umgebung voller ungesunder Produkte sei es unmöglich, dauerhaft gesund zu essen – selbst mit Wissen und Motivation. Er befürwortet deshalb gesamtgesellschaftliche Maßnahmen wie Werbeeinschränkungen oder eine Zuckersteuer.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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