Messungen: Wo ist Bayern wie belastet?
Grenzwerte gelten nicht nur für Holzöfen, sondern auch für die Feinstaub-Konzentration in der Luft. Für den besonders relevanten Feinstaub 2.5 liegt er bei 25 µg/m3. Das Landesamt für Umwelt teilt mit: Die höchsten Feinstaub-Belastungen im Jahresmittel 2025 betragen weniger als die Hälfte des Grenzwerts. Heißt so viel wie: Bayern hält die Grenzwerte in der Regel ein. Nur an wenigen Tagen im Jahr, etwa zu Silvester, wurden sie im letzten Jahr überschritten.
Doch neben Feuerungsanlagen lässt vor allem der städtische Verkehr Feinstaub-Werte in die Höhe schnellen. Das zeigen die Messungen des Landesamts für Umwelt. Mehr als 50 Messstellen in ganz Bayern messen mehrmals täglich die Feinstaubbelastung. Und die schwankt erheblich, je nachdem, wo sich die Messstelle befindet.
Es gilt: Je stärker das Verkehrsaufkommen, desto höher ist in der Regel die Feinstaubbelastung. Vor allem, wenn eine „schluchtartige Randbebauung“ dazukommt, die die Luft staut, so das Landesamt für Umwelt. Dementsprechend weist es die Karlstraße in Augsburg, die Angerstraße in Passau und die Landshuter Allee in München als die Orte mit den höchsten Feinstaubbelastungen im Jahr 2025 aus (Jahresmittel). Auch Hausbrände oder Silvesterfeuerwerk lassen die Werte schlagartig in die Höhe schnellen.
Ist die Luft auf dem Land wirklich besser?
Und auf dem Land? Daten des Umweltbundesamtes zeigen, dass die Luft dort in der Regel deutlich sauberer ist als in den Ballungsräumen. In Bayern waren im letzten Jahr im Mittel das oberbayerische Andechs, Tiefenbach in der Oberpfalz und Bad Hindelang in Schwaben die Orte mit der niedrigsten Feinstaubbelastung.
Allerdings zeigt die Auswertung des Umweltbundesamts einen eindeutigen Trend: Die Unterschiede zwischen Stadt und Land werden immer geringer, weil die Belastung in den Städten in den vergangenen 20 Jahren stärker gesunken ist als auf dem Land.
Feinstaub: ein Winterproblem?
Wenn bald mit dem Frühling auch die Temperaturen wieder steigen, wird vermutlich auch die Feinstaub-Belastung in Bayern niedriger werden. Dann wird in den Wohnungen weniger geheizt und mit wärmeren Temperaturen kommen die Luftmassen wieder besser in Bewegung, sodass die Feinstaub-Partikel schneller abtransportiert werden können.

