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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Grünflächen in der Stadt können CO2-Ausstoß teils kompensieren
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Grünflächen in der Stadt können CO2-Ausstoß teils kompensieren

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 12. März 2026 17:48
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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In Städten sind Grünanlagen bislang unterschätzte CO₂-Speicher

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen (externer Link). Studienleiter Till Kleinebecker und sein Team haben auf 120 Flächen des Campus der Universität Bodenproben genommen und gemessen, wie viel Kohlenstoff darin gebunden war – je nach Vegetationsart. Die höchsten Kohlenstoff-Werte weisen demnach Böden auf, auf denen Gehölze und Bäume wachsen, aber es zeigen sich auch hohe Werte in naturnahen Wiesen. „Die Bedeutung urbaner Grünflächen für den Klimaschutz ist bislang oft unterschätzt worden“, fasst Kleinebecker zusammen. „Dabei können Grünflächen als bedeutende Kohlenstoffsenken wirken.“

Inhaltsübersicht
In Städten sind Grünanlagen bislang unterschätzte CO₂-SpeicherEntsiegelte Böden sind CO₂-Senken in der StadtNaturnahe Wiesen speichern in der Stadt viel mehr Kohlenstoff als gepflegter RasenGrünflächen und Bäume in der Stadt: Hochwasserschutz, Kühlung und Lebensqualität

Entsiegelte Böden sind CO₂-Senken in der Stadt

Landschaftsökologe Till Kleinebecker empfiehlt Stadtplanern und Stadtverwaltungen, Flächen besser für Kohlenstoffspeicherung zu nutzen und sie zu entsiegeln: „Ein ehemaliger Parkplatz, da finden Sie im Boden kaum Kohlenstoff. Wenn Sie dem die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln, dann ist das ein effektiver CO₂-Speicher, eine effektive CO₂-Senke.“ Das sei zwar nicht vergleichbar mit Senken wie Mooren, aber die Siedlungsgebiete hätten mit ihren etwa 13 bis 14 Prozent Anteil an der Gesamtfläche Deutschlands ein großes Speicherpotenzial für Kohlenstoff.

Naturnahe Wiesen speichern in der Stadt viel mehr Kohlenstoff als gepflegter Rasen

Umgerechnet auf 100 Quadratmeter speichert eine Wildblumenwiese 160 Kilogramm mehr Kohlenstoff als ein häufig gemähter Rasen. Till Kleinebecker rät Gartenbesitzern, zumindest einen Teil ihrer Rasenfläche in Wildblumenwiese umzuwandeln und nur noch ein oder zwei Mal im Jahr zu mähen: „Dann hat man weniger Arbeit und beides, eine Fläche, die mittelfristig im Boden mehr Kohlenstoff speichert, und andererseits auch die Biodiversität fördert.“ Denn auch das zeigt die Studie (externer Link): Auf Flächen mit mehr organischem Kohlenstoff war auch die Artenvielfalt höher.

Grünflächen und Bäume in der Stadt: Hochwasserschutz, Kühlung und Lebensqualität

Bäume liefern den dominanten Beitrag für CO₂-Senkungen. Zur Speicherung im Boden komme noch die Einlagerung im Holz „on top“, sagt Kleinebecker. Jia Chen verweist darauf, dass sie zudem noch den Vorteil bieten, im Sommer durch Beschattung und Verdunstung die Temperatur zu senken. Und ganz allgemein sieht sie Vorteile von Grünflächen im Vergleich zu versiegelten Flächen: „Sie dienen als Versickerungsflächen und steigern die Lebensqualität – meine Kinder sind sehr glücklich, wenn die draußen im Grün sind.“

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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