Mutterkühe und Kälber: Warum Herden plötzlich aggressiv reagieren
Wie so häufig bei Muttertieren: Sie haben einen ausgeprägten Schutzinstinkt und wollen ihre Kälbchen vor Gefahr schützen. Auch wenn die kleinen Kälbchen süß aussehen, gilt: Finger weg! Denn Kühe sehen nicht besonders scharf und reagieren womöglich aggressiv, wenn sich ihrem Kälbchen „etwas“ nähert.
Und das gilt im Übrigen nicht nur für die Mutter. Auch die anderen Kühe in der Herde verteidigen den Nachwuchs.
Wandern mit Hund: Warum Kühe besonders sensibel reagieren
Wanderer sollten ihren Hund anleinen, wenn sie über die Weide spazieren. So hat man ihren Jagdinstinkt unter Kontrolle und die Kühe werden nicht beunruhigt oder über die Weide gejagt. Falls es zu einem Angriff kommt, sollte der Hund jedoch abgeleint werden.
Oft konzentrieren sich angreifende Kühe auf den Hund, der mit seinem Tempo vermutlich auch die schnellste Kuh abhängen kann. Der Wanderer sollte die Zeit nutzen, sich in Sicherheit zu bringen. Idealer ist es grundsätzlich, mit einem angeleinten Hund die Weideflächen zu umgehen.
Gatter auf der Alm: Warum Wanderer sie richtig schließen sollten
Wenn Wanderer durch ein Gatter eine Weide betreten, sollte dieses auch wieder geschlossen werden, damit die Tiere nicht ihre Chance auf Freigang nutzen. Wenn das Gatter offen ist, lassen Sie es so, wie Sie es vorgefunden haben.
Denn es kann sein, dass es vom Almwirt absichtlich geöffnet wurde, damit die Tiere zum Beispiel an eine Wasserstelle auf einer anderen Weide kommen können. Auch das Wasser an einer Tränke sollte aus diesem Grund nicht auf- oder zugedreht werden.
Verhaltenskodex auf Almen: Welche Regeln für Wanderer gelten
Grundsätzlich sind Almwirte vor der Gefahr, dass ihre Kühe womöglich einen Menschen verletzen oder töten, nicht gefeit. Deshalb hat die Landwirtschaftskammer Tirol einen Verhaltenskodex für Wanderer (externer Link) herausgegeben.
Dieser Verhaltenskodex stellt ähnlich wie die FIS-Regeln beim Skifahren die Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. Wenn sich ein Wanderer nicht daran halte, habe das im Schadensfall rechtliche Konsequenzen für ihn. Auch bayerische Landwirte wünschen sich einen solchen Kodex.

