WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Wie der Iran-Krieg den Allgäuer Logistikkonzern Dachser trifft
    17. April 2026
    Hormus-Sperre: Können Containerschiffe nicht andere Wege nutzen?
    17. April 2026
    „Notgroschen“: Diese finanziellen Rücklagen sollten Sie haben
    17. April 2026
    Lufthansa Cityline wird früher als geplant stillgelegt
    17. April 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    #Faktenfuchs: Wie viele Fake-Profile gibt es auf Social Media?
    17. April 2026
    Amazon kauft Satelliten-Firma Globalstar: Was steckt dahinter?
    15. April 2026
    WhatsApp führt Nutzername ein – darauf sollte man achten
    14. April 2026
    Russische Hacker greifen deutsche Router an
    13. April 2026
    Schluss mit Hintergrund-Lärm – „neue“ Funktion bei WhatsApp
    13. April 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Oft schutzlos ausgeliefert: Wie jeder Wiesenbrütern helfen kann
    17. April 2026
    Wie effizient sind Kraftwerke auf Brennstoffzellen-Basis?
    17. April 2026
    Mehr Kinderschutz im Netz: App zur Altersprüfung soll kommen
    16. April 2026
    Wie Super-Recognizer Gesichter wiedererkennen
    16. April 2026
    „Ein Game Changer“: Wie blinde Menschen KI nutzen
    16. April 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Die Bestseller-Verfilmung „Allegro Pastell“
    17. April 2026
    Staffel 2: Weniger „Beef“ als beim Vorgänger
    17. April 2026
    Schneegestöber in Québec: So kühl ist die GOP-Show „Seasons“
    17. April 2026
    Verleger warnt vor Putins Zensur: Jedes zweite Buch gefährdet
    17. April 2026
    „Der rosarote Elefant“: Wie ein Trauma eine ganze Familie prägt
    17. April 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Neue Drogen aus Deutschland: „Legales“ LSD aus dem Internet
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Neue Drogen aus Deutschland: „Legales“ LSD aus dem Internet
Wissen

Neue Drogen aus Deutschland: „Legales“ LSD aus dem Internet

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 2. Juli 2025 08:47
Von Michael Farber
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

Ortstermin im Forensisch-Toxikologischen Centrum München, kurz „FTC“: Linoleumboden, Labortische, Reagenzgläser. Es ist eines der größten derartigen Labore bundesweit. Hier werden Haar-, Urin und Blutproben aus ganz Deutschland analysiert. Oft geht es um die Frage der Fahrtüchtigkeit oder um einen potenziellen Verstoß gegen Bewährungsauflagen. Für die Analysen braucht es „Tony“, ein Gerät, das ein paar Millionen Euro kostet. 

Inhaltsübersicht
Experte warnt vor „unerforschten Substanzen“Legal = weniger gefährlich?Händler: Vermutlich rund 100.000 Konsumenten in DeutschlandKatz- und Maus-Spiel

Der Mann, der Tony voller Stolz präsentiert, ist Professor Frank Mußhoff, Forensischer Toxikologe, Geschäftsführer des FTC und Augenzeuge einer Entwicklung. Denn Mußhoff stößt mithilfe von Tony seit einigen Jahren immer wieder auf Substanzen, die bei einem normalen Drogentest nie auffallen würden. Tony macht Unsichtbares sichtbar: „Wir kriegen hier teilweise Signale und wissen nicht, welche Substanz es ist. Dann kann man aber ausrechnen, wie viel Kohlenstoff, wie viel Wasserstoff, wie viel Stickstoff und dann kriegt man eventuell Vorschläge, um welche neue Substanz es sich denn handeln könnte“, erklärt Mußhoff.

Experte warnt vor „unerforschten Substanzen“

In seinem Labor stößt er so mitunter auch auf sogenanntes „1S-LSD“. 1S-LSD ist ein LSD-Derivat. Das heißt, es handelt sich um eine chemische Abwandlung der ursprünglichen Droge. Verboten ist die Substanz deshalb bislang nicht. Unter das Betäubungsmittelgesetz fällt nur die chemische Zusammensetzung des Originals.

Mußhoff blickt kritisch auf die Laborergebnisse. Er warnt vor den Gefahren des Derivat-Konsums: „Es sind unerforschte Substanzen. Es ist nicht bekannt, in welcher Art und Weise sie zu dosieren sind oder, wie viel ein Körper aufnehmen kann. Konkret kann so etwas zu erheblichen Psychose-Zuständen führen.“

Legal = weniger gefährlich?

Der Münchner Toxikologe ist nicht der einzige Fachmann, der sich Sorgen macht. Der Frankfurter Suchtforscher Bernd Werse vertritt grundsätzlich in der Drogenpolitik einen eher liberalen Kurs. Mit der derzeitigen Lage hadert er dennoch: Auch Werse warnt, dass sich mittel- oder langfristige Folgen des Konsums aufgrund fehlender Forschungserkenntnisse kaum absehen lassen. Außerdem könne die Tatsache, dass die Derivate legal sind, zum Konsum verleiten: „Manche Leute denken, etwas ist legal, also vielleicht ist es auch nicht so gefährlich“, sagt er.

Werse kann sich deshalb eher die streng kontrollierte Abgabe von Substanzen in sehr geringen Mengen vorstellen, ohne für diese Läden zu werben. Denn – so seine These – das Geschäftsmodell mit den legalen Derivaten gebe es ja nur deshalb, weil die Originale illegal seien.

Händler: Vermutlich rund 100.000 Konsumenten in Deutschland

Wie groß der Markt für die Derivate inzwischen ist, lässt sich schwer sagen. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Im Netz finden sich allerdings zahlreiche Shops. Als Drogenhändler versteht sich jemand wie Daniel Becker dabei nicht. Auch Becker betreibt einen Onlinehandel mit einem Monatsumsatz im sechsstelligen Bereich. Er sei Unternehmer, sagt er im BR-Interview: „Das hat sich für mich auch nie so angefühlt, als ob ich etwas Falsches mache. Denn ich mache das ja aus einer tiefen Überzeugung heraus.“ 

Becker ist der Meinung, mit den Substanzen helfe er Menschen, sich persönlich weiterzuentwickeln. In seinem Online-Shop versieht er die Substanzen mit einem Hinweis. Er spricht von Forschungschemikalien: „Der offizielle Zweck ist die labortechnische Analyse. Aber wozu die Kunden das Produkt benutzen, ist natürlich ihnen überlassen.“

Katz- und Maus-Spiel

Verboten ist der Verkauf der Derivate derzeit tatsächlich nicht. Zwar wurde 2016 mit dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz eine rechtliche Grundlage für Verbote geschaffen, tatsächlich sind die Chemiker aber meist schneller als die Politik: Wird die eine Abwandlung einer Droge verboten, ist längst eine andere im Labor entwickelt.

Die Folge: Eine Art Katz-und-Maus-Spiel, an dem sich wohl auch in Zukunft nicht so schnell etwas ändern wird. Gespräche mit Händlerkreisen lassen darauf schließen, dass für den Fall, dass 1S-LSD verboten werden solle, bereits an neuen Substanzen gearbeitet wird.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie am Dienstag (2.7.) in der Sendung „Funkstreifzug“ um 12.15 Uhr im Radioprogramm von BR24. Den Funkstreifzug können Sie bereits jetzt als Podcast in der ARD-Audiothek hören.

 

Dir gefällt vielleicht

Oft schutzlos ausgeliefert: Wie jeder Wiesenbrütern helfen kann

Wie effizient sind Kraftwerke auf Brennstoffzellen-Basis?

Mehr Kinderschutz im Netz: App zur Altersprüfung soll kommen

Wie Super-Recognizer Gesichter wiedererkennen

„Ein Game Changer“: Wie blinde Menschen KI nutzen

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Kirche sucht Kandidaten: Wer will in den Pfarrgemeinderat?
Nächster Artikel Erstes Halbjahr: Mehr als 33.000 neue Balkonkraftwerke in Bayern
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Oft schutzlos ausgeliefert: Wie jeder Wiesenbrütern helfen kann
Wissen 17. April 2026
Wie effizient sind Kraftwerke auf Brennstoffzellen-Basis?
Wissen 17. April 2026
Die Bestseller-Verfilmung „Allegro Pastell“
Kultur 17. April 2026
Staffel 2: Weniger „Beef“ als beim Vorgänger
Kultur 17. April 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?