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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Snoozen ohne schlechtes Gewissen: Entwarnung für Morgenmuffel
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Snoozen ohne schlechtes Gewissen: Entwarnung für Morgenmuffel

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 4. Februar 2026 08:47
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Snoozer hassen diesen Spruch: „You snooze, you loose“. Denn obwohl sie es vermeintlich besser wissen sollten, nutzen sie morgens die Schlummertaste, um noch einige Minuten länger dösen oder schlafen zu können – gerne mehrfach hintereinander. Lange gingen Expertinnen und Experten davon aus, dass uns das nicht guttut. Doch das ist inzwischen entkräftet worden, wie eine schwedische Studie von 2023 (externer Link) herausgefunden hat.

Inhaltsübersicht
Snoozen kann zum Wachwerden hilfreich seinWie die Snooze-Studie durchgeführt wurdeSnoozen: Weniger Stress beim AufwachenChronobiologie: Wer gehört zu den Snoozern?Im Audio: Wie tickt die innere Uhr des Menschen?

Snoozen kann zum Wachwerden hilfreich sein

Im Gegenteil: Für diejenigen, die morgens schwer aus dem Bett kommen und das Unvermeidliche gerne hinauszögern, unterstützt das Snoozen sogar den Aufwachprozess. Es bietet die Möglichkeit, in ein leichteres Schlafstadium zu gelangen, bevor man vollständig aufwachen muss. Das könnte den Prozess des Aufstehens und Wachwerdens für Langschläfer erleichtern.

Wie die Snooze-Studie durchgeführt wurde

Für die Studie wurden 31 notorische Snoozer zwei Nächte lang in einem Schlaflabor überwacht. In der ersten Nacht schliefen sie bis zu ihrer gewohnten Aufstehzeit durch, ohne einen Puffer zum Wachwerden zu bekommen. Einige Zeit später wurde in der zweiten Nacht die Weckzeit auf 30 Minuten vor der finalen Aufstehzeit eingestellt. Die Probanden konnten alle zehn Minuten die Schlummertaste bedienen – bis zum Aufstehen also dreimal.

Snoozen: Weniger Stress beim Aufwachen

Das Snoozen kostete die Teilnehmer insgesamt nur sechs Minuten des Gesamtschlafs. Darüber hinaus wachten unter Snooze-Bedingungen weniger Probanden aus der Tiefschlafphase auf. Auch die kognitiven Tests direkt nach dem Aufwachen fielen für die Snoozer besser aus als für die Sofortaufsteher. Was die Stimmung, die Müdigkeit, die Menge des Hormons Cortisol im Speichel und die nächtliche Schlafstruktur angeht, gab es keine relevanten Unterschiede zwischen den Aufwachbedingungen, resümiert die Ärztezeitung (externer Link – möglicherweise Bezahlinhalt).

Daraus schließen die Wissenschaftler, dass man morgens ruhigen Gewissens snoozen kann, wenn es eine Dauer von 30 Minuten nicht überschreitet.

Chronobiologie: Wer gehört zu den Snoozern?

Bisher war man in der Wissenschaft davon ausgegangen, dass die mehrmaligen Wecksignale die Hormone durcheinanderbringen. Die Annahme: Beim Snoozen ringen sozusagen die Hormone, die uns aufwachen lassen oder ausgeschüttet werden, wenn das Geräusch des Weckers erklingt, mit den in der Schlafphase ausgeschütteten müde machenden Hormonen. Das Gehirn weiß nicht mehr, ob es nun wach oder müde sein soll. Die vermutete Folge: Man fühlt sich den ganzen Tag über träge und abgeschlagen – nicht zuletzt deswegen, weil die Dauer des durchgängigen Schlafs durchs Snoozen verringert wird. Im Licht der neuen Studienergebnisse müssen die bisherigen Annahmen womöglich hinterfragt werden.

Die schwedischen Wissenschaftler haben gleichzeitig eine Befragungsstudie durchgeführt, um herauszufinden, wie viele Menschen überhaupt snoozen. Das Ergebnis: Insgesamt nutzen 69 Prozent der Befragten die Schlummertaste, gerne auch mehrmals. Die Snoozer sind oftmals jünger und bezeichnen sich selbst als „Nachteulen„, was einem der beiden Chronotypen Lerche oder Eule entspricht.

Im Audio: Wie tickt die innere Uhr des Menschen?

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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