Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat auf die anhaltend hohe Gefahr durch Zeckenstiche hingewiesen. Bis zum Stichtag 3. August seien in diesem Jahr bereits 175 Fälle der durch Zecken übertragenen Krankheit FSME gemeldet worden, die etwa zu Hirnhautentzündungen führt, erklärte die Ministerin. Im Vorjahr waren es mit 165 Fällen etwas weniger.
Impfung in der Ferienzeit besonders empfehlenswert
„Gerade in der Ferienzeit sollte geprüft werden, ob ein Impfschutz gegen FSME sichergestellt ist“, sagte Gerlach. Dies sei um so angebrachter als auch in einigen beliebten Urlaubsländern ein erhöhtes Risiko für eine FSME-Infektion bestehe. „Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres erforderlich“, erläuterte Gerlach. Noch ungeimpfte Personen sollten daher möglichst schnell mit der Impfserie beginnen, da frühestens nach der zweiten Impfung ein Schutz gegen FSME bestehe.
Ministerin: Impfquote in Bayern ist „zu niedrig“
Gerlach hatte immer wieder betont, dass die FSME-Impfquoten in Bayern „zu niedrig“ sei. Nur rund 23 Prozent der Bevölkerung besitze einen aktuellen FSME-Impfschutz, erklärte sie im Mai. Nur bei Kindern zeige sich „ein besseres Bild“: Zum Schuljahr 2023/24 wiesen demnach 42 Prozent der bayerischen Einschulungskinder eine abgeschlossene Grundimmunisierung auf.
Der Freistaat Bayern gilt auf nahezu seiner gesamten Fläche laut Robert Koch-Institut (RKI) als FSME-Risikogebiet. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung für alle Menschen, die in Risikogebieten mit Zecken in Kontakt kommen könnten .

