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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft
Wirtschaft

IWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 19. Januar 2026 15:10
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang angenommen. Deutschland dürfte demnach 2026 um 1,1 Prozent wachsen und damit 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im Oktober prognostiziert, 2027 dann sogar um 1,5 Prozent.

Inhaltsübersicht
IWF stellt Deutschland bessere Prognose ausOptimistischer als Bundesbank und ifo-InstitutNicht mehr Schlusslicht in der G7-Gruppe1,3 Prozent Plus für Eurozone erwartetUSA dürfte dieses Jahr 2,4 Prozent wachsenIWF: Sorge vor Platzen der KI-Blase

IWF stellt Deutschland bessere Prognose aus

Der IWF ist damit vor allem für dieses Jahr zuversichtlicher. Die Bundesregierung hat die Abschreibungsmöglichkeiten für Firmen ausgeweitet, um Investitionen anzuschieben. In den nächsten Jahren sollen auch die Unternehmenssteuern schrittweise sinken.

Außerdem hat die schwarz-rote Koalition Maßnahmen zur Senkung der hierzulande hohen Energiepreise beschlossen. Staatliche Milliardenausgaben dürften unter anderem kurzfristig für Auftrieb sorgen und damit die bremsenden US-Zölle abfedern.

Optimistischer als Bundesbank und ifo-Institut

Die IWF-Experten positionieren sich damit deutlich optimistischer als etwa die Bundesbank und das Ifo-Institut – aber nicht so optimistisch wie die Bundesregierung, die ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet. Die Bundesregierung setzte bei ihrer Prognose vor allem auf die Nachfrage im Inland. Stabile Preise, Lohnsteigerungen und Entlastungen ließen die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte steigen.

Nicht mehr Schlusslicht in der G7-Gruppe

Laut IWF-Prognose wird Deutschland im laufenden Jahr stärker wachsen als andere G7-Länder: Nachdem die Bundesrepublik im vergangenen Jahr noch das Schlusslicht unter den großen westlichen Industrienationen der Gruppe bildete, hinken nun Japan und Italien mit einem prognostizierten Wachstum von 0,7 Prozent hinterher. Auch Frankreich dürfte sich mit 1,0 Prozent etwas schwächer entwickeln als Deutschland.

1,3 Prozent Plus für Eurozone erwartet

Für die Eurozone rechnet der IWF in diesem Jahr mit einem Plus von 1,3 Prozent (Oktober: 1,2 Prozent). Für 2027 erwarten die Experten weiter ein Konjunkturplus von 1,4 Prozent. Das etwas schnellere Wachstum kommendes Jahr spiegele die prognostizierten höheren Ausgaben im öffentlichen Sektor wider, insbesondere in Deutschland. Auch Irland und Spanien dürften sich stark entwickeln, hieß es.

Der Effekt durch die Erhöhung von Verteidigungsausgaben dürfte sich indes erst in den Folgejahren bemerkbar machen, da diese auf mehrere Jahre verteilt geplant sind.

USA dürfte dieses Jahr 2,4 Prozent wachsen

Die USA dürften sich nach IWF-Angaben erneut besser entwickeln als gedacht. Für dieses Jahr soll das Wachstum 2,4 Prozent (Oktober: 2,1 Prozent) betragen. Unter anderem liegt das an dem niedrigeren Leitzins, den die US-Notenbank Federal Reserve im vergangenen Jahr in mehreren Schritten gesenkt hatte.

Zudem dürften die negativen Auswirkungen der US-Zölle für die heimische Wirtschaft allmählich nachlassen. Für 2027 erwarten die Experten dann ein Abflauen auf 2,0 Prozent (Oktober: 2,1 Prozent). 

IWF: Sorge vor Platzen der KI-Blase

Auch die Weltwirtschaft dürfte nun laut IWF mit 3,3 Prozent (Oktober: 3,1) etwas stärker zulegen. Für 2027 bleiben die Experten bei ihrem Ausblick von 3,2 Prozent. Insgesamt sehen die Experten mehr Abwärtsrisiken als Aufwärtspotenzial: Mit Sorge verweisen sie auf ein mögliches Platzen der Blase rund um Künstliche Intelligenz, die zu „einem Investitionsrückgang und einer abrupten Korrektur an den Finanzmärkten“ führen könnte. Die Konsequenzen könnten dann auch andere Branchen treffen. Sollte die KI-Blase doch nicht platzen, könnte Künstliche Intelligenz nachhaltig das Wachstum ankurbeln.

Zudem warnte der IWF davor, dass sich Handelskonflikte weiter verschärfen und damit die Wirtschaftsproduktivität stärker belasten könnten als gedacht.

Mit Informationen von dpa und Reuters

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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