Zahl der Hilfesuchenden auf Rekordniveau
Bereits zur Jahresmitte hat die Nachfrage nach den Energiebeihilfen ein Rekordniveau erreicht, gibt die Caritas Bamberg an. Für 200 Haushalte wurden ausstehende Strom-, Gas- und Heizölrechnungen bezahlt. Die Caritas Bamberg rechnet damit, in diesem Jahr erstmals mehr als 300.000 Euro an Energiebeihilfen auszuzahlen. Die Zahl der Hilfesuchenden steige weiterhin an, sagt Caritasvorstand Michael Endress: „Wir gehen da in eine Lücke zwischen dem, was staatliche Unterstützung für die Menschen ist, und wo wir als Kirche helfen können.“
Noch haben die kirchlichen Sozialverbände finanzielle Mittel, um niemanden abweisen zu müssen, sagt Endress. Auch das Diakonie-Projekt „Warmes Zuhause“ in München berät nach eigenen Angaben 150 Haushalte. Auch hier steige die Nachfrage, und es sei unklar, ob die Spendengelder auch weiterhin ausreichen würden, so die Projektleiterin Kerstin Reichhart. Um die Energiepreise wieder zu senken, hat die Bundesregierung angekündigt, dem Beispiel der Niederlande und Dänemarks zu folgen und die Stromsteuer auf das europäisch vorgegebene Minimum abzusenken.
In den 15 Jahren, seit es das Angebot der Energiehelfer der Caritas gibt, haben die Helfer mehr als 440.000 Haushalte beraten. In Augsburg wird Sunni Strewe noch in weitere Haushalte energiesparende LED-Lampen und Duschköpfe bringen.

