Schokolade enthält Polyphenole. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die die Farbe und den Geschmack pflanzlicher Lebensmittel beeinflussen. Im Fall von Schokolade haben die Polyphenole wohl eine gesundheitsfördernde Wirkung und sollen entzündungshemmend wirken.
Bitterschokolade – gesund für Herz und Kreislauf
Flavanole, die auch zu den Polyphenolen gehören, machen die Blutgefäße elastischer und wirken dadurch leicht blutdrucksenkend. Allerdings ist der Effekt vergleichsweise gering. Auch können bestimmte Flavonoide Körperzellen vor freien Radikalen schützen, die Zelloxidation verlangsamen und Fettablagerungen in den Blutgefäßen vermindern. So können sie Arterienverkalkung vorbeugen.
Es gilt die Faustregel: Je dunkler die Schokolade, das heißt, je höher der Anteil der Kakaomasse, desto höher ist der Gehalt an Flavanolen und desto gesünder ist die Schokolade. Milchschokolade muss nur 25 Prozent Kakaoanteil enthalten, Vollmilchschokolade mindestens 30 Prozent, Zartbitterschokolade 50 bis 60 Prozent und in Bitterschokolade variiert ihr Anteil zwischen 70 und 90 Prozent. In weißer Schokolade steckt nur Kakaobutter, kein Kakao, entsprechend auch keine Flavonole, dafür mehr Zucker.
In Kakao finden sich nicht nur reichlich Flavanole. Er enthält auch größere Mengen Magnesium, Eisen und Kalzium. Des Weiteren enthält er Beta-Karotin sowie die Vitamine E, B1, B2 und Niacin.
Schokolade macht glücklich
Schokolade enthält zudem die Aminosäure Tryptophan, die der Körper in das Glückshormon Serotonin umwandeln kann. Allerdings ist die Konzentration viel zu gering, um einen Effekt zu haben. Allerdings verbinden wir mit dem Duft und dem Geschmack von Schokolade meist positive Erlebnisse, die wir beim Genießen wieder in Erinnerung bringen.
Schokolade nur in Maßen genießen
Trotz aller guter Eigenschaften von dunkler Schokolade: Genießen Sie maximal eine Rippe einer Hundert-Gramm-Tafel, so die Empfehlung von Experten. Andernfalls nimmt man zu viel Fett und Zucker und letztlich zu viele Kalorien zu sich, was aufs Gewicht und anschließend wieder auf die Stimmung drückt.
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum man dunkle Schokolade nur in Maßen genießen sollte: Die Edelkakaosorten aus Südamerika wachsen auf vulkanischen Böden, die von Natur aus reich an natürlichem Cadmium, einem Schwermetall, sind. Diese Substanz kann die Nieren schädigen und gilt sogar als krebserregend. Seit 2019 gibt es deshalb innerhalb der EU einen verbindlichen Grenzwert für Cadmium in Schokolade, so das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (externer Link).
Im Video: Kakao als Medizin (ab Minute 16:42)

