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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Markenparfüm vs. Duftkopien: Hersteller wehren sich
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Markenparfüm vs. Duftkopien: Hersteller wehren sich

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 9. Februar 2026 08:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Wer den Namen eines Markenparfüms zusammen mit dem Begriff „Duftzwilling“ im Internet eingibt, findet sofort deutlich günstigere Flakons, die wie das Original riechen sollen. Im Netz kursieren ganze Listen mit den teuren Markendüften und ihren entsprechenden Kopien. Die Nachahmer-Firmen selbst dürfen natürlich nicht damit werben, welchem Duft ein Wässerchen entsprechen soll. Das ist nicht erlaubt. Doch Privatleute posten die Listen insbesondere auf Pinterest, Instagram und Co.

Inhaltsübersicht
Markenparfüm: Billig-Kopien erreichen dreistelligen MillionenumsatzKosmetikverband sieht bei Nachahmerparfüms hohe Sicherheitsstandards gefährdetARD-Marktcheck: Vor allem Dupes aus Nicht-EU-Ländern teilweise gesundheitsgefährdend

Markenparfüm: Billig-Kopien erreichen dreistelligen Millionenumsatz

Das wird für die Markenhersteller zunehmend zum Problem. Denn immer mehr Deutsche greifen mittlerweile nach den günstigen Alternativen. Schon auf fast zehn Prozent des Gesamtumsatzes mit Düften von zuletzt 2,8 Milliarden Euro im Jahr entfällt nach Branchenschätzungen auf Billigparfüms, zu denen auch die „Dupes“ genannten Duftzwillinge gehören. Dupes stammt vom englischen Duplicate.

Kosmetikverband sieht bei Nachahmerparfüms hohe Sicherheitsstandards gefährdet

Die Original-Produzenten wehren sich jetzt. Mit der Initiative „Ich bin keine Kopie!“ möchte der Kosmetikverband VKE ein Bewusstsein schaffen, dass Marken-Fabrikate für „Investition in Kreativität, hohe Sicherheitsstandards und hochwertige Inhaltsstoffe“ stehen.

Die Kampagne soll unter anderem in sozialen Medien und Zeitschriften platziert werden. Teilweise enthielten die Dupes Stoffe, die in der EU nicht zulässig seien, so der Vorwurf des Kosmetikverbands.

ARD-Marktcheck: Vor allem Dupes aus Nicht-EU-Ländern teilweise gesundheitsgefährdend

Bei einer Untersuchung der ARD-Sendung Marktcheck im vergangenen Herbst hatten einige Parfüm-Kopien tatsächlich sogar gesundheitsschädliche Zusätze. Besonders Düfte, die von außerhalb der EU stammen – etwa aus China. Mit die größten Nachahmermarken La Rive und Caline kommen aber von Produzenten in Polen und Österreich, die nach eigener Auskunft europäische Standards einhalten und „erstklassige“ Inhaltsstoffe verwenden.

Deren Dupes sind nicht nur im Internet erhältlich, sondern auch in Drogerieketten wie dm und Rossmann. Selbst bei Aldi und Lidl erhältliche Düfte sollen Listen im Internet zufolge teilweise ähnlich oder gleich riechen wie bestimmte Produkte etwa von Dior, Chanel und Yves Saint Laurent.

Laut Stiftung Warentest enthalten die Kopien generell meist günstigere Inhaltsstoffe – etwa synthetische Duftstoffe statt teurem Rosenöl. Anwender bemängeln demnach teilweise, dass der Duft weniger lang riecht und an das teure Original auch eher erinnert, als es überzeugend zu kopieren.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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