Wer freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung ist, kann jedes Jahr zusätzlich Geld einzahlen. Diese Möglichkeit gibt es beispielsweise für Selbstständige, Hausfrauen oder Hausmänner. Für Zahlungen fürs Jahr 2025 läuft die Frist Ende März 2026 ab. Bis dahin können diejenigen, für die eine solche Zahlung infrage kommt, bis zu knapp 1.500 Euro pro Monat an die Rentenversicherung überweisen (externer Link).
Versicherungslücken schließen
Wer Geld an die Rentenkassen zahlt, kann damit Lücken in seinem Versicherungslauf schließen. Das hat nicht nur später eine höhere Rente zur Folge, sondern schafft in bestimmten Fällen auch einen Anspruch auf Reha-Leistungen, der ohne die Zahlungen nicht besteht.
Und unter bestimmten Voraussetzungen können die Zahlungen helfen, weniger Steuern zu zahlen. Zu Einzelheiten sei aber für jeden Einzelfall eine Beratung empfehlenswert, erklärt die Deutsche Rentenversicherung. Beratungsstellen hat die DRV über ganz Deutschland verteilt (externer Link).
Die DRV empfiehlt daneben auch, gegebenenfalls Kontakt mit Steuerberatern oder Lohnsteuerhilfevereinen aufzunehmen.
Einbußen bei vorzeitiger Rente vermeiden
Es gibt aber auch andere Konstellationen, in denen Menschen freiwillig Geld an die Rentenkassen zahlen können, ohne dass sie von der Frist Ende März betroffen sind. Wer früher in den Ruhestand geht und deshalb monatliche Abschläge hinnehmen muss, kann diese Abschläge verringern oder ganz ausgleichen, indem er Geld einzahlt. In der Regel sind es einige Zigtausend Euro, die die Ansprüche spürbar erhöhen.
In bestimmten Fällen bringen auch diese freiwilligen Zahlungen an die Rentenkasse Vorteile bei der Steuer. Solche Zahlungen sind jedoch letztlich eine Wette darauf, dass man ein bestimmtes Alter erreicht. Denn erst ab einer gewissen Altersgrenze summieren sich die monatlichen Rentenzahlungen auf eine Summe, die höher ist als die Einzahlungen. Salopp formuliert: Wer seinen 95. Geburtstag erlebt, hat von freiwilligen Zahlungen in die Rentenkasse wesentlich mehr als jemand, der mit 75 stirbt.
Insgesamt aber habe die gesetzliche Rente, statistisch betrachtet, im Schnitt derzeit eine Rendite von drei bis vier Prozent, rechnen die Rentenkassen vor. Auch längerfristig könnten Renditen von zwei bis drei Prozent erreicht werden, erklärt die DRV.
Beratung sinnvoll
Auch wer über zusätzliche Einzahlungen an die Rentenkassen nachdenkt, weil er früher in Rente gehen will, kann sich dazu von der für ihn zuständigen Sparte der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen. Auch die Stiftung Warentest hat dazu eine Checkliste (externer Link) erstellt.

