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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Deutsche Wirtschaft legt Ende 2025 überraschend zu
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Deutsche Wirtschaft legt Ende 2025 überraschend zu

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 25. Februar 2026 09:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Deutschlands Wirtschaft ist zum Ende des vergangenen Jahres stärker gewachsen als erwartet. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Ein vergleichsweise kräftiges Wachstum im Schlussquartal habe der deutschen Wirtschaft das erste Plus seit 2022 beschert. Im vierten Quartal 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu. Damit geht Europas größte Volkswirtschaft mit vergleichsweise kräftigem Rückenwind ins Jahr 2026.

Inhaltsübersicht
Privater Konsum und staatliche Ausgaben kurbeln Wachstum anStaatshaushalt höher verschuldet als angenommenBundesbank rechnet mit noch mehr Staatsschulden

Auch die Milliardeninvestitionen, die durch die Lockerung der Schuldenbremse ermöglicht werden, dürften die Konjunktur beflügeln: Volkswirte gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nach einem vergleichsweise schwachen Start ins neue Jahr ab dem Frühjahr mehr Fahrt aufnehmen wird.

Privater Konsum und staatliche Ausgaben kurbeln Wachstum an

Getragen wurde das Wachstum in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres nach Angaben der Statistiker vor allem von steigenden privaten und staatlichen Konsumausgaben. Aber auch die Bauinvestitionen zogen deutlich an. „Damit endete das konjunkturell wechselhafte Jahr 2025 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung“, ordnete die Präsidentin des Bundesamtes, Ruth Brand, ein. Im Gesamtjahr 2025 schrammte Deutschland mit 0,2 Prozent Plus knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum in Folge vorbei.

Staatshaushalt höher verschuldet als angenommen

Allerdings sind die Löcher im deutschen Staatshaushalt 2025 auch größer als zunächst angenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung betrug das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung wie ein Jahr zuvor 2,7 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Auf vorläufiger Basis hatte die Behörde das Minus für 2025 auf 2,4 Prozent beziffert.

Im Jahr 2025 gab der Fiskus 119,1 Milliarden Euro mehr aus, als er einnahm. Damit war das Defizit um rund vier Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor. Zwar stiegen Sozialbeiträge und Steuereinnahmen deutlich, doch insgesamt wuchsen die Staatsausgaben schneller als die Einnahmen. Auch waren die Zinsausgaben 2025 höher als im Vorjahr und ebenso wuchsen die Sozialausgaben, vor allem für Renten und Pensionen.

Bundesbank rechnet mit noch mehr Staatsschulden

Die Bundesbank rechnet damit, dass sich die Defizitquote bis 2027 sich noch auf viereinhalb Prozent erhöhen wird, weil der Staat schuldenfinanziert gewaltige Milliardensummen in Straßen, Schienen und Verteidigung stecken will. Deutschland hielt dennoch die europäische Verschuldungsregel ein, die ein Haushaltsdefizit von höchstens drei Prozent erlauben.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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