Wie viel Sprit darf ich „importieren“?
Die Versuchung ist groß, die Spritztour ins Nachbarland zum Großeinkauf von Benzin und Diesel zu nutzen. Bei einem Preisunterschied von 30 Cent macht das bei einem 20-Liter-Kanister rund sechs Euro Ersparnis.
Aber die Idee, gleich fünf Kanister in den Kofferraum zu packen, damit sich die Tour so richtig lohnt, geht nicht auf. Denn in EU-Ländern sind maximal 20 Liter im Reservekanister erlaubt. Aus Nicht-EU-Ländern sind es nur zehn Liter. Es gilt zu beachten: Die Mengen können je nach Land unterschiedlich ausfallen. Der Zoll, so heißt es, macht derzeit häufigere Stichproben. Der ADAC rät, sich aus Sicherheitsgründen auf zehn Liter zu beschränken.
Aus den Kanistern können zudem gefährliche Dämpfe entweichen, die sich möglicherweise rasch entzünden. Die Kanister müssen eine UN- oder Reservekraftstoff-Zulassung (RKK) haben. Eine entsprechende Kennzeichnung ist eingeprägt.
Lagern in Garagen und Kellern
So mancher kommt auf die Idee, sich zu Hause ein Benzinlager anzulegen. „Hamstern“ ist in Tagen wie diesen sehr beliebt. In Bayern dürfen in der Garage zwar 200 Liter Diesel, aber nur 20 Liter Benzin gelagert werden. Die Kanister müssen dicht verschlossen und bruchsicher sein. Im Keller dürfen nur 20 Liter gelagert werden. Das gilt auch, wenn sich in größeren Häusern mehrere Mieter einen Keller teilen. Die Regel ist unmissverständlich: Alle zusammen 20 Liter, nicht jeder. In privaten Wohnungen ist nur ein Liter erlaubt, aber nur als Wasch- oder Feuerzeugbenzin.
„Sonderfall“ Österreich
Aktuell schauen viele auf Österreich, weil dort die Preise an den Tankstellen nur einmal täglich angehoben werden dürfen. Nun wird das noch verschärft auf maximal dreimal pro Woche. Die Bundesregierung überlegt, sich daran ein Vorbild zu nehmen.
Wichtig ist hier zu wissen: Wer mit einem älteren Auto unterwegs ist und seinen Tank in Österreich auffüllen möchte, sollte außerdem vorher einmal schauen, an welchen Tankstellen man dort noch E5 bekommt. Das ist dort nämlich selten geworden.

